Kurznachrichten aus Bayern

Das Aktuellste aus dem Freistaat um 17:30 Uhr

“Liebe war das nicht” – weil er einen 12-Jährigen missbrauchte, ist ein Ex-Mesner in Würzburg zu 4 Jahren Haft verurteilt worden ++ Neue Chance für Breno? Der Anwalt des Bayern-Stars hat gegen die Verurteilung wegen Brandstiftung Revision eingelegt

120712_nifs.m4v 120712_nifs.m4v

Buben missbraucht – vier Jahre Haft für Ex-Mesner

Monatelang hat er sich an einem Buben sexuell vergangen – ein ehemaliger Mesner ist deswegen zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Würzburg hielt den 30 Jahre alten Angeklagten am Donnerstag des sexuellen Missbrauchs von Kindern in 20 Fällen für überführt. Der einst ehrenamtliche Mesner aus einer Pfarrgemeinde im Landkreis Kitzingen hatte am ersten Prozesstag gestanden, den damals zwölf Jahre alten Ministranten über Monate hinweg sexuell missbraucht zu haben.

Er sei verliebt in den Jungen gewesen, hatte der 30-Jährige vor Gericht gesagt. “Liebe war das nicht”, sagte hingegen der Vorsitzende Richter der Strafkammer, Lothar Schmitt. Er sprach stattdessen von einem “verabscheuungswürdigen Verhalten”. Der Ex-Mesner habe das Vertrauen und die Neugier des Jungen ausgenutzt.

Zu den sexuellen Handlungen in der Sakristei der Kirche, der Wohnung des Angeklagten oder der elterlichen Wohnung des Jungen war es zwischen Anfang 2004 und Herbst 2005 gekommen. Druck oder Gewalt hatte es offenbar nicht gegeben. Die Staatsanwaltschaft hatte eine fünfjährige Haftstrafe gefordert, die Verteidigung plädierte für zwei Jahre auf Bewährung.

Am letzten Prozesstag entschuldigte sich der Angeklagte erneut bei seinem Opfer, das als Nebenkläger aufgetreten war. Der inzwischen 20 Jahre alte Ex-Ministrant hat über die Jahre nach eigenen Angaben mehrere Suizidversuche unternommen und ist noch immer seelisch gezeichnet. Richter Schmitt wandte sich bei der Urteilsverkündung auch den jungen Mann. Er habe durch sein mutiges Verhalten gezeigt, dass sinnvoll sei, sich zu offenbaren und Tat und Täter zu benennen.

Breno-Urteil in der Revision

THEMENSEITE: Breno vor Gericht

Die Verteidigung von Fußballprofi Breno hat gegen die Verurteilung des früheren Bayern-Spielers Revision eingelegt. Das teilte das Oberlandesgericht München am Donnerstag mit. Der Bundesgerichtshof hat in den kommenden Monaten zu prüfen, ob die Revision zulässig und begründet ist.

Der 22 Jahre alte Brasilianer war vergangene Woche in erster Instanz wegen schwerer Brandstiftung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Die 12. Strafkammer des Landgerichts München I sah es als erwiesen an, dass Breno im vergangenen September vorsätzlich seine Villa im Münchner Nobel-Vorort Grünwald in Brand gesteckt hat. Dabei war ein Schaden in Millionenhöhe entstanden.

Überfall auf Juwelier

In Lauf bei Nürnberg haben zwei Männer einen Juwelier überfallen. Die beiden sollen Tschechen sein, sie raubten dem 61 Jahre alten Inhaber vor allem Goldketten. Ein Komplize erwartete die beiden Täter in einem Auto, damit flohen sie Richtung Autobahn. Die Fahndung läuft auf Hochtouren.

Schwierige Bergung

Ein Brennstoff-Transporter sitzt bei Oberstaufen im Allgäu fest. Der Fahrer hatte sich verfahren und war mit seinem LKW auf eine Straße geraten, die er schlussendlich weder passieren noch verlassen konnte.
(dpa- red)

Zuletzt aktualisiert:  von
Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

Kommentare

*

Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.