Man könnte es zivilen Ungehorsam nennen oder auch einfach nur: Die Schnauze voll. Markus Zwicklbauer aus Fürstenzell tut nämlich etwas, was das Finanzamt sicher nicht gerne sieht: Er weigert sich, Einkommenssteuer zu zahlen! Und das, obwohl Zwicklbauer seit über 30 Jahren Steuerberater ist. Der Grund für seinen Boykott: Die Rettungsgelder, die Deutschland an die Krisenländer der EU zahlt.
Das Finanzamt in Passau hat von dem Plan durch einen Brief des Steuerberaters erfahren. Darin schreibt er: „Ich sehe keine andere Möglichkeit mehr als die Gewissensentscheidung des zivilen Ungehorsams. Ab sofort werde ich keine Einkommensteuerzahlungen mehr an das Finanzamt leisten“.
Jetzt geht die Einkommenssteuer von Zwicklbauer auf ein Treuhandkonto. Darauf würde das Finanzamt auch zugreifen dürfen, sagt Zwicklbauer. Wenn “nachgewiesen und sichergestellt wird, dass diese in Deutschland zum Nutzen der deutschen Bürger verwendet und nicht ins Ausland verschwendet werden”.
Im Finanzamt ist man zwar verblüfft. Doch der Steuerberater wird wie jeder andere behandelt, der seine Steuern nicht zahlt: Er bekommt eine Mahnung, dann eine Ankündigung zur Vollstreckung − und im schlimmsten Fall steht irgendwann der Gerichtsvollzieher vor der Tür.
Bis dahin hofft Zwicklbauer allerdings, ein Zeichen zu setzen: Als ein Europäer, der findet, dass zu viele Fehler gemacht wurden.





Der Mann hat´s Zeug zum Bundeskanzler!
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