Für den Busfahrer Adolf Linhart aus Röthlein im Landkreis Schweinfurt geht es heute um weit mehr als nur um eine offene Rechnung — es geht um Gerechtigkeit. Denn vor dem Finanzgericht in München wurde verhandelt, ob der Busfahrer über 500 Euro Tabaksteuer nachzahlen muss. Tabaksteuer für geschmuggelte Zigaretten — mit denen Linhart nach eigener Ansicht nichts zu tun hat.
Die Zigaretten waren vor fünf Jahren dem Zoll bei einer Kontrolle am Grenzübergang Schirnding in die Hände gefallen. Im Bus saßen knapp 50 Passagiere — keinem wollten die zwei Taschen voller Zigaretten gehören. Der Zoll verlangt die Tabaksteuer jetzt eben von Adolf Linhart, mit der Begründung, dass er sicherstellen müsse, dass keine unversteuerten Waren in seinem Bus verstaut werden: “Aufgrund des bekannten Steuergefälles von Tabakwaren zwischen der Bundesrepublik und der Tschechischen Republik besteht für Busfahrer eine erhöhte Sorgfaltspflicht”. Linhart möchte keine Rechnungen zahlen, die er nicht verursacht hat, und wehrte sich — unter anderem in einem jahrelangen Schriftverkehr.
Das Gericht forderte den der Zoll jetzt auf, Adolf Linhart die umstrittene Forderung zu erlassen.





Utz Claassen: es gibt Menschen, die schämen sich in keiner Weise, zucken ab, wo es nur geht. Das schreibt ein Mensch, der manchmal nicht weiss, wie er über die Runden kommt und von 435.-€ Rente leben muss. Die Kluft wird immer größer und größer, dabei wäre für alle genügend da. Auch Menschen wie ich haben ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben, auf Teilnahme an Kultur. Alles Gute !
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