Ein Münchner Apothekerin muss sich jetzt wegen des Vorwurfs der Beleidigung vor Gericht verantworten. Sie soll im Mai dieses Jahres eine Brasilianerin vor die Tür gesetzt haben — nach Aussage der Betroffenen wegen rassistischen Vorurteilen. Die 32-jährige Tatiana Mendonca hatte die Apotheke in Milbertshofen demnach betreten, weil sie für ihre kleine Tochter ein Medikament brauchte. Doch die Apothekerin ignorierte die Frau zunächst, verwies sie dann mit den Worten “Hier ist Deutschland und nicht Afrika” der Geschäftsräume.
Im Internet-Portal der Wochenzeitung “Junge Freiheit” finden sich mehrere Aussagen, die unter dem Namen der Apothekerin veröffentlicht wurden und die durchaus zweifelhaft sind:
“Wenn diese Leute sehen, es weht ein scharfer Gegenwind, werden sie bescheidener. Ich denke, jeder kann in seinem Bereich vieles bewirken.”
“Mit Türken kann man nicht nett sein, diese verstehen es als Schwäche. Keine Sorge, wenn man sie hinauswirft, werden sie nochmals durch die Hintertür zurückkommen.”
“Ich habe noch auch keine besagten “nazi Schlägertypen” gesehen, desto mehr pigmentierte und islamisten. Eine hat mich in meinem Geschäft vermöbelt, weil ich nicht schön genug geschaut haben. Ich erwarte eine Prügeltruppe eher pigmentierte, weil ich seitdem einigen die Tür gezeigt habe”
Die Antidiskriminierungs-Stelle der Stadt München beschäftigt sich mit dem Fall. Zur heutigen Verhandlung war nur der Anwalt der beschuldigten Apothekerin erschienen. Der Prozess wurde vertagt. Unser Reporter wurde ebenfalls von einer Mitarbeiterin aus der Apotheke geworfen.




