Die 41-jährige Eva Henschel hat in ihrem Leben schon viele Schicksale erlebt. Seit 2007 ist sie beim Maltesern Hilfsdienstin Augsburg Rettungssanitäterin und unterstützt ehrenamtlich den Santitäsdienst. Doch jetzt muss sich Eva Henschel ganz auf sich konzentrieren: Denn die 42-Jährige hat Leukämie. Zwar galt sie schon geheilt, doch der tückische Blutkrebs ist wieder zurückgekommen. Jetzt kann sie nur noch eine Knochenmarkspende retten. Und die soll jetzt gefunden werden, zumindest wenn es nach Eva Henschels Kollegen geht. Am kommenden Samstag, den 17. Dezember, findet deshalb von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr eine große Typisierung beim Malteser Hilfsdienst statt. Gesucht werden ein geeigneter Spender oder zumindest mehr Freiwillige für die deutsche Knochenmarkspenderdatei.
Es kommt sehr selten vor, dass Menschen fast gleiche Gewebemerkmale haben, deswegen liegt die Wahrscheinlichkeit, den richtigen Spender zu finden nicht über 1:20.000. Besonders deshalb werden mögliche Knochemarkspender dringend gesucht. Allein in Deutschland erkranken pro Jahr knapp 10.000 Menschen an Leukämie, darunter rund 600 Kinder.
Das Wort Leukämie stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „weißes Blut“: im Blut der Patienten finden sich mehr weiße als rote Blutkörperchen. Häufig wird die Krankheit auch als Blutkrebs bezeichnet, denn als Vorstufe der weißen Blutkörperchen breiten sich Leukämiezellen krebsartig im Knochenmark aus und verdrängen dort die übliche Blutbildung. Leber, Milz, Lymphknoten und weitere Organe werden beeinträchtigt. Durch den Mangel an roten Blutkörperchen fehlen Sauerstoff und weitere Blutfunktionen. Akute Leukämien sind lebensbedrohliche Erkrankungen, die unbehandelt in wenigen Wochen bis Monaten zum Tode führen.




