Eine 35-jährige Frau hat offenbar ihr eigenes Zuhause im Ortsteil Neuhaus in Schliersee in die Luft gesprengt. Gestern war die Feuerwehr von der Frau selbst alarmiert worden. Die Frau kündigte eine Explosion der Doppelhaushälfte auch bei Jugendamt an. Obwohl die Einsatzkräfte schnell vor Ort waren, stand das Haus bereits lichterloh in Flammen. Erst nach aufwändigen Löscharbeiten konnte das Haus betreten werden. Darin fand sich eine weibliche Leiche, wahrscheinlich die 35-Jährige.
Wie berichtet, ist die Tote Mutter von drei Kindern. Für die Kinder hatte sie jedoch vor rund zwei Wochen das Sorgerecht verloren – nachdem sie mit ihrem Mann Ende 2011 schon einmal versucht hatte, das Haus zu sprengen. Damals hatten die 35-Jährige und ihr 34-jähriger Mann das Haus mit den Kindern verlassen und dank aufgedrehter Gasleitung und unzähligen Teelichtern im Haus auf eine Explosion gehofft. Als die Familie gegen Mitternacht zurückkehrte und das Haus noch stand, hatte sie die Polizei alarmiert. Später gestand der Ehemann sein Vorhaben.
Jetzt wurde der Ehemann erst einige Stunden nach der Explosion gefunden. Er hielt sich bei Angehörigen im Landkreis Starnberg auf.
Derzeit sind Beamte der Kriminalpolizei Miesbach zusammen mit einem Sachverständigen des Bayerischen Landeskriminalamtes am Tatort, um Ursachenforschung zu betreiben und Spuren zu sichern. Der entstandene Sachschaden an dem Haus wird auf 300.000 Euro geschätzt. Die drei Kinder des Ehepaares befinden sich unter der Obhut des Jugendamtes und werden fachlich betreut.
Im Laufe des Tages soll bei einer Obduktion im Münchner Institut für Rechtsmedizin neben der endgültigen Identifizierung der Toten auch die Todesursache geklärt werden.
Dem 34-jährigen Ehemann, der sich zur Zeit der Explosion nicht in der Nähe des Tatortes befunden hatte, werden bezüglich dieses Schadensereignisses seitens der Polizei keine strafrechtlichen Vorwürfe gemacht. Ungeachtet dessen, laufen die Ermittlungen gegen ihn wegen des Vorfalles Ende Dezember 2011 natürlich weiter.
Wie es zu dem Familiendrama kommen konnte und wie die Anwohner das Ehepaar erlebt haben, sehen Sie heute in 17:30 SAT.1 BAYERN























Zum Thema “Frau sprengt Haus in die Luft”:
Es ist grausam, was diese Frau getan hat. Aber ich finde auch grausam, dass in dem Beitrag psychische Erkrankungen als “gefährlich” dargestellt werden. Es wird langsam mal Zeit, diese Stigmatisierung aufzuheben. Es wird langsam mal Zeit, dass auch mal Berichte gezeigt werden, welche Fähigkeiten Betroffene haben und dass sie trotz ihrer Erkrankung oftmals ein ganz normales Leben führen können.
Dass es mittlerweile jede Menge Ideen für Hilfsprojekte gibt, aber es immer am finanziellen scheitert, weil niemand bereit ist solche Projekte zu unterstützen. Es gibt viele Freiwillige, die aktiv werden wollen und bereit sind zu lernen, doch wer ist bereit in soetwas zu investieren?
Das wäre mal ein Thema, was der Realität entspricht und nicht alles so negativ darstellt.
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