Dettelbach: Leiche im Weintank versteckt

Mord zwischen Brüdern in Unterfranken - Anklage wurde bereits im Sommer erhoben

In Würz­burg hat der Pro­zess gegen einen Win­zer begon­nen, der sei­nen Bru­der erschla­gen und den Leich­nam dann ver­steckt haben soll. Beweise für die Tat gibt es kaum.

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Es geht um zwei Brü­der, der eine allem Anschein nach ein flei­ßi­ger Win­zer, der andere eher ein Lebe­mann. Und genau des­halb soll auch der Kon­flikt zwi­schen den bei­den Män­nern ent­stan­den sein. Denn ab heute muss sich einer der bei­den Brü­der, der Win­zer Sig­fried L., vor Gericht ver­ant­wor­ten: Er soll vor rund einem Jahr sei­nen Bru­der Horst L. erschla­gen und dann in einem Wein­tank auf sei­nem Anwe­sen ver­steckt haben.  Laut Obduk­tion war der 58-​​jährige Horst L. an schwe­ren Kopf­ver­let­zun­gen gestorben.

Der Fall hat weit über Det­tel­bach hin­aus für Auf­se­hen gesorgt. Und auch der heu­tige Pro­zess­tag macht es nicht bes­ser: Denn bis­her bestrei­tet der Ange­klagte die Tat, weder Tat­waffe noch Klei­dungs­stü­cke mit Spu­ren der Tat konn­ten gefun­den wer­den. Trotz­dem ist die Staats­an­walt­schaft über­zeugt: Irgend­wann war der Streit zwi­schen den bei­den Brü­dern eskaliert.

Sieg­fried L. gilt als auf­brau­sen­der Mensch. So hat er bis­her auch schon dem Staats­an­walt gedroht und ver­suchte, sich an einem ande­ren Tag in der Unter­su­chungs­haft das Leben zu nehmen.

Das Urteil wird Mitte März erwar­tet. (dpa/​red)

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