Innenminister Joachim Herrmann hat heute in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Theo Zellner, dem Präsidenten des Sparkassenverbands Bayern, vor Zahlungskartenkriminalität gewarnt. Erste Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik 2011 für Bayern – insbesondere bei der Manipulation von Geldausgabeautomaten – zeigen eine deutliche Abnahme der Straftaten. Nach den starken Anstiegen der vergangenen Jahre möglicherweise eine Trendwende: Zellner führt dies darauf zurück, “dass die Geldausgabeautomaten und Händlerkassen flächendeckend mit dem einheitlichen Sicherheitsstandard ‘EMV’ ausgestattet wurden.”
Skimming bedeutet im Wortsinn „Abschöpfen“. Kriminalistisch versteht man darunter eine Methode, illegal elektronische Daten von Zahlungskarten (Girocard und Kreditkarte) auszuspähen. Die Polizei rät Folgendes:
- Achten Sie bitte vor der Benutzung des Geldautomaten auf Auffälligkeiten am Gerät bzw. in unmittelbarer Umgebung.
- Nutzen Sie den Geldautomaten auf keinen Fall, soweit Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint (z. B. Kleber rund um den Kartenschlitz, abstehende und lockere Teile, ungewöhnliche Leisten oder Verblendungen). Informieren Sie in diesem Fall sofort die Polizei! Lassen Sie den Geldautomaten bis zum Eintreffen der Polizei unverändert, so dass mögliche Spuren gesichert werden können.
- Seien sie grundsätzlich sorgsam im Umgang mit Ihrer Kundenkarte und Ihrer PIN.
- Achten Sie bitte insbesondere darauf, dass die Eingabe Ihrer PIN nicht von unberechtigten Personen beobachtet werden kann. Sorgen Sie in diesem Zusammenhang für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden.
- Decken Sie bitte bei der PIN-Eingabe das Tastenfeld mit der anderen Hand oder einem Gegenstand als Sichtschutz vollständig ab. Dadurch wird das „Ausspähen“ zumindest erschwert.
- Teilen Sie verdächtige Wahrnehmungen, die Sie im Zusammenhang mit einem möglichen „Ausspähen“ bei Banken und Geldautomaten machen, umgehend der Polizei unter Tel. 110 mit
- Beim Verdacht der Ausspähung Ihrer Kartendaten lassen Sie bitte umgehend die Karte über Ihr Kreditinstitut oder über den bundesweiten Sperrnotruf (116 116) sperren und erstatten Sie Anzeige bei Ihrer Polizei
- Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen Ihre Kontoauszüge und wenden Sie sich bitte bei Auffälligkeiten sofort an Ihre Bank.




