Benzin-Wahnsinn: Jetzt werden Dienstleistungen teurer

Privat lässt man das Auto öfter stehen - bei den Unternehmen geht das nicht

Spediteure, Taxifahrer, Fahrschulen – diese Dienstleister sind jeden Tag auf Bayerns Straßen unterwegs. Der Besuch an der Tankstellen wird für Sie zum Kosten-Dilemma. Jetzt überlegen erste Unternehmen, die Mehrkosten auf uns Verbraucher umzulegen.

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Service auf vier Rädern gibt es viel im Freistaat. Spediteure, Kurierfahrer, Essen auf Rädern, Pizza-Lieferdienste, Fahrschulen und Taxiunternehmen machen uns das Leben leicht – aber haben’s dank der Rekordpreise beim Sprit selber immer schwerer.

Krankenpflege: Die gestiegenen Kosten lassen viele Fahrer trickreicher werden, Fahrten zur Tankstelle werden genauer geplant, die Fahrweise den Wahnsinns-Preise angepasst. Allerdings können die wenigsten Vereine für die gestiegenen Kosten bis zu mehreren tausend Euro aufkommen – und Spenden gehen für’s Benzingeld drauf.

Lieferdienste:  Wenn’s nicht richtig gut läuft, werden viele Unternehmen den Verbraucher zur Kasse bitten müssen. „Grundsätzlich sind unsere Spritkosten 20 Prozent höher als im Vorjahr“, berichtet zum Beispiel Albert Frey von der Firma Frey-Textilreinigung in Burgau in der Augsburger Allgemeinen.

Speditionen: Hier wird’s schwieriger, denn die Konkurrenz profitiert vom Schaden, den die heimischen Unternehmer vom Spritpreis haben. Schätzungen gehen davon aus, dass Speditionsaufgaben schon zu rund 30 Prozent von Ausländern durchgeführt werden, weil sie günstiger sein können als deutsche Unternehmen.

Essen auf Rädern: Das Angebot ist schon teurer geworden, Verantwortliche beim Roten Kreuz sagen: “Das Benzin frisst uns auf!”.  Es ist geplant, Fahrgebiete zu reduzieren. Besonderer Grund hier: Die Kurzstrecken bei der Essensauslieferung machen die Fahrten extra teuer, da die Autos beim ständigen Abstellen und Anlassen besonders viel Sprit fressen.

Fahrschulen: Immer mehr Fahrschul-Unternehmer kritisieren, dass sich die Spritkosten auf die Qualität des Unterrichts niederschlägt. Erste Fahrschulen meiden Langstreckenfahrten, auf Dauer sehen die wenigsten eine Chance, von Preiserhöhungen abzusehen. Der Weg zum Führerschein wird auf Dauer wohl teurer.

Busunternehmen:  ”Die Nerven liegen zu Recht blank, denn es geht Busunternehmern in ganz Deutschland um die Existenz. Die Politik zeigt sich tatenlos”, sagt der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) in einem Interview mit RP Online. Im Öffentlichen Personennahverkehr gibt es Verträge, die eine flexible Anpassung der Preise unmöglich machen.

Taxifahrer: Hier kocht die Stimmung. Im Kreis Günzburg zum Beispiel haben die Unternehmen beim Landratsamt einen Antrag auf Erhöhung der Fahrpreise gestellt.

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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