Nürnberg: Bordell überm Kindergarten soll umziehen

Rechtliche Lage wird geprüft – Eltern wolle jetzt besonders wachsam sein

Ein Haus und “Kundschaft”, die nicht so ganz zusammen passt: Die ungünstige Nachbarschaft von Bordell und Kindergarten in Nürnberg soll jetzt ein Ende finden.

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Wir haben schon darüber berichtet: in Nürnberg hat ein Rotlicht-Etablissement einen riesigen Zoff entzündet. Das Gewerbe der Liebesdamen ist dabei fast Nebensache, viel schwerer wiegt der Umstand, dass sie ihrem Geschäft ausgerechnet im gleichen Haus nachgehen, in dem sich auch der Kindergarten befindet…

Besonders ärgerlich: Die fragwürdige Nachbarschaft wäre zumindest den Eltern der Kindergartenkinder verborgen geblieben, wenn nicht ein ominöses Flugblatt aufgetaucht wäre. Das nutzt den Kindergarten ganz unverfroren für Werbezwecke: Unter anderem werden die Väter der Kleinen ermuntert, doch einfach ein wenig früher in der Siedlung vorbeizuschauen – während die Kinder spielen, sei dann noch ein Schäferstündchen drin.

Der Streit über das Bordell überm Kindergarten hat jetzt so hohe Wellen geschlagen, dass sich Eltern und Vertreter von Jugendamt, Bauamt, Ordnungsamt, Liegenschaftsamt, Polizei und Eltern zu einem Runden Tisch getroffen haben.
Gemeinsam einigte man sich darauf, dass die Prostituierten langfristig umziehen sollen. Laut Jugendamt will die Stadt Nürnberg auch eine Nutzungsunterlassung einleiten. W eil es sich bei dem Wohnblock um ein reines Wohngebiet handelt, ist die Nutzung wohl unzulässig.

Bis es soweit ist, erklärten die Eltern, besonders wachsam zu sein. Auch die Angestellten des Kindergartens und die Polizei werden das Umfeld schärfer betrachten.

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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