Wieder Bären bei Bayern

Nach dem Winterschlaf gehen die jungen Männchen auf kilometerweite Reise

Wenn der Name “Bruno” fällt, dann kommen die Erinnerungen zurück: Dem Braunbären war auf bayerischem Boden nur ein kurzes Leben gegönnt. Wird’s seinen Nachfolgern genauso gehen?

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Sieben Jahre nach dem Abschuss des Braunbären Bruno in Bayern sind wieder Bären aus Italien in Richtung Norden unterwegs.

In Bayern war 2006 Braunbär Bruno auf Weisung der Landesregierung erschossen worden, nachdem er mehrfach nahe an Siedlungen kam und eine Reihe von Schafen riss.

In unserem Titelbild sehen Sie eine Aufnahme, die ein Jagdaufseher des Revieres St. Pankraz/Ulten vom Bären in Südtirol machte.

“Wir haben Erkenntnisse, dass es über die Osterfeiertage mehrere Bärenbeobachtungen im Grenzgebiet zwischen Graubünden und Tirol gegeben hat”, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Umwelt (LfU) in Augsburg am Mittwoch und bestätigte damit Berichte in bayerischen, österreichischen und schweizerischen Medien.

Es gibt keine konkreten Hinweise, dass sich der Bär Richtung Bayern bewegt. Wohin er laufe, lasse sich nicht feststellen, weil er keinen Sender tragen.

Der Weg der Bären

Laut Umweltschutzorganisation WWF sind derzeit sogar zwei Bären aus dem italienischen Trentino, wo eine der größten Bärenpopulationen der Alpen lebt, Richtung Norden unterwegs. Ein Bär mit dem Namen M8 sei ins österreichische Tirol gewandert. Ein weiterer namens M13 befinde sich in der Schweiz in Graubünden, sagte Gramling.

“Die jungen männlichen Bären gehen auf Wanderschaft, um ein neues Revier zu suchen. Das ist ein ganz normales Verhalten. Während Weibchen eher in ihrer angestammten Umgebung bleiben, legten Männchen weite Strecken zurück. Das können schon mehrere Hundert Kilometer sein.”

Nach Angaben des Jagdinspektors von Graubünden, Georg Brosi, wird der etwa 100 Kilogramm schwere Bär nicht als Problem eingeschätzt, obwohl er schon dreimal Bienenstöcke von Imkern geplündert habe.

Das Bozner Landesamt für Jagd und Fischerei hatte hingegen laut der österreichischen Agentur APA Anfang April vor dem Bären gewarnt. Das Tier zeige wenig Scheu vor Menschen. Man solle sich ihm nicht nähern, ihn fotografieren, filmen oder gar füttern. Anders als seine Artgenossen fliehe das Raubtier nicht vor Menschen.

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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