Nach dem Welpen-Transport ins neue Zuhause

24 Hunde konnten nicht mehr gerettet werden - 10 suchen noch ein neues Heim

Diese Geschichte hat ganz Bayern bewegt: Bei Nürnberg hat die Polizei in einem illegalen Transport in einem Lastwagen 92 Welpen entdeckt. Viele der kleinen Tiere sind jetzt in ein neues Leben gestartet!

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Anfang Februar stockte den Polizeibeamten bei einer Routinekontrolle auf der A 93 der Atem: In einen Lastwagen eingepfercht fanden Sie 92 Welpen. Sie sollten in Holland gewinnbringend und illegal verkauft werden, hätten den Schmugglern wohl rund 80.000 Euro gebracht.

Die Reise in win­zi­gen Boxen bei minus 20 Grad und ohne Futter und Wasser hatte in den Wochen darauf ihre Folgen: 24 der Welpen konnten nicht mehr gerettet werden, erlagen Schnup­fen, Wür­mern oder star­kem Durch­fall. Sie waren ja auch noch so klein – teilweise keine vier Wochen alt!

Allerdings: Immerhin 68 Hunde haben’s aber geschafft. Übrigens auch dank der Hilfe der SAT.1 BAYERN Zuschauer, die die kleinen Hunde mit dem schrecklichen Schicksal sofort in ihr Herz geschlossen und das Tierheim mit Geld- und Sachspenden beim Aufpäppeln unterstützt haben.

Doch die kleinen Hunde waren auch Auslöser zur Diskussion auf sat1bayern.de: Warum floriert der Markt mit kleinen Welpen so – und kann jemand, der sich in ein Hundebaby verliebt, wirklich dauerhaft für ein gutes Zuhause sorgen? 

Das Geschäft mit den Welpen

Immer wie­der wird die Poli­zei auf ähn­li­che Fälle auf­merk­sam — denn die ost­eu­ro­päi­sche Welpen-​​Mafia ver­dient seit der EU-Osterweiterung und dem Wegfall der Außengrenzen gutes Geld damit, Rasse-​​Hunde zu ver­meh­ren, um sie in West-​​Europa gewinn­brin­gend zu ver­kau­fen. In Tschechien werden schätzungsweise 30.000 Hunde für den Export „produziert“, aber auch Belgien und die Niederlande gehören zum Kreis der Länder. Das meldet der Deutsche Tierschutzbund. Daher: Prüfen Sie Angebote genau. Seriöse Züchter haben meist Zuchtpapiere, Impfbescheinigungen und andere notwendige Dokumente zur Hand – und können ihre Tiere deswegen auch selten unter 250 Euro verkaufen. 
Bilder vom illegalen Hundemarkt

In Osteuropa werden in großem Stil Hunde für den westeuropäischen Markt gezüchtet. Klicken Sie auf das Bild und sehen Sie mehr in unserem Beitrag!

Die Welpen werden mit 8 Wochen, oft auch früher, von ihren Müttern getrennt und dann zusammengepfercht weite Strecken transportiert. Dann klingelt es in der Kasse: ein Welpe bringt zwi­schen 30 und 300 Euro – bei einem seriösen Züchter wäre es oft ein Vielfaches. Ver­scha­chert wer­den die Wel­pen im Inter­net und auf Märk­ten, oft in grenznahen Gebieten.

In fast allen Fällen kaufen die neuen Herrchen und Frauchen aus Mitleid. Dann werden sie damit bestraft, den Leidensweg der Tiere zu Hause verfolgen zu müssen: Die Tiere sind nicht nur viel zu früh von ihrer Mut­ter getrennt worden, sie sind nicht geimpft, nicht ent­wurmt und damit eine Gefahr für Mensch und Tier. Die meis­ten die­ser Wel­pen wer­den bei ihren neuen Besit­zern krank, vie­len droht ein grau­sa­mer Tod. Und auch die Mütter der kleinen Welpen müssen leiden: Die “Zucht-Hündinnen” müssen zwei Mal pro Jahr werfen, bis sie ausgelaugt verenden.

 

Zuletzt aktualisiert:  von
Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

Kommentare

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2 Antworten auf Nach dem Welpen-Transport ins neue Zuhause

  1. Antonietta sagt:

    [Link von der Redaktion entfernt]
    Nur wer ein Tier aus dem Tier­schutz zu sich holt, anstatt das Geschäft mit der “Ware Tier” durch Nach­frage wei­ter zu för­dern, hilft Tie­r­elend auf lange Sicht zu ver­rin­gern. Wer ein Tier aus einem Tier­heim holt, gibt ihm eine neue Chance auf Glück. Ein Tier aus dem Tier­heim kann meh­rere Vor­teile haben. Vor allem gibt man so Tie­ren ein Zuhause, die sonst viel­leicht lange in einem Heim leben müss­ten. Außer­dem hat man die Mög­lich­keit, ein erwach­se­nes Tier zu sich zu neh­men, das schon stu­ben­rein ist und häu­fig zumin­dest den Grund­ge­hor­sam erlernt hat, so dass die Erzie­hung weni­ger auf­wen­dig ist als bei einem Wel­pen. Schließ­lich ist gerade bei Hun­den und Kat­zen nicht nur die Erzie­hung, son­dern auch die Per­sön­lich­keit wich­tig. Zum Bei­spiel ist eine bestimmte Dick­köp­fig­keit erst spä­ter erkenn­bar — und kann auch bei guter Erzie­hung auf­tre­ten.
    [Link von der Redaktion entfernt]

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  2. Erika Wintermann sagt:

    Solche Leute müssten alle in Knast..es müssen doch alle Tiere leiden.. die Leute die so was machen sollten in meinen Augen auch richtig Leiden ,damit das endlich auf hört, mit den Welpen handel….

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