Greuther Fürth feiert Aufstieg in die 1. Liga

Für die Kleeblätter hat sich – endlich, endlich - ein Jahrhunderttraum erfüllt!

Im Aufstiegsrausch: Drei Spieltage vor dem Saisonende ist dem Zweitliga-Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth der Aufstieg in die Bundesliga nicht mehr zu nehmen.

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Die Unaufsteigbar-Tour der SpVgg Greuther Fürth ist beendet. Die Franken spielen in der kommenden Saison erstmals in der Bundesliga. Bei Trainer Mike Büskens, den Spielern, Verantwortlichen und Fans kannte der Jubel keine Grenzen. “Nie mehr 2. Liga”, skandierten die feiernden Anhänger bis weit in die Nacht.
Der Zweitliga-Spitzenreiter ist nach dem 2:1-Sieg von Dynamo Dresden am Montagabend gegen Fortuna Düsseldorf an den letzten drei Spieltagen nicht mehr von einem der beiden Aufstiegsplätze zu verdrängen. Die Fürther Spieler, die im VIP-Raum des eigenen Stadions als Dynamo-Fans mitgefiebert und die Dresdner Tore lautstark bejubelt hatten, starteten nach dem Schlusspfiff eine spontane Aufstiegsparty und machten die Nacht wie angekündigt zum Tag. Tabellenführer Fürth (67 Punkte/69:23 Tore) geht mit einem praktisch uneinholbaren Vorsprung von neun Punkten und 31 Toren auf den Tabellendritten SC Paderborn (58/50:35) in den Liga-Endspurt.

Die Düsseldorfer können Fürth bei zehn Punkten Rückstand nicht mehr einholen. Ein Aufstiegsfest vor dem Rathaus ist für den 29. April geplant. 7 Mal waren die Fürther seit 2001 in der 2. Liga Fünfter geworden. In der vergangenen Saison verpassten sie als Vierter den Sprung nach oben.

In der Bundesliga wird sich der Neuling wohl auf Abstiegskampf einstellen müssen. Große Spiele gegen den FC Bayern, Borussia Dortmund und besonders im Derby gegen den Nachbarn 1. FC Nürnberg stehen dann für das Team um Ex-Nationalspieler Gerald Asamoah auf dem Programm. Dass die Franken gegen Erstligisten mehr als nur mithalten können, bewiesen sie in dieser Saison im DFB-Pokal: Nach 1:0-Siegen gegen Nürnberg und 1899 Hoffenheim schieden sie erst im Halbfinale nach einer unglücklichen 0:1-Niederlage nach Verlängerung gegen den deutschen Meister Borussia Dortmund aus dem Wettbewerb aus. (dpa)

 

Am liebsten würde der künftige Erstligist Greuther Fürth schon in der kommenden Saison mit einem erstligareifen Stadion auftrumpfen, das Fußballteam und ihre Fans müssen sich dafür allerdings noch zwei Jahre gedulden. Erst in der Saison 2014/15 soll das Team von Trainer Mike Büskens erstmals in dem neuen Fürther Stadion einlaufen – dann hoffentlich immer noch erstklassig. Die neue Arena soll in einem Industriegebiet am Rande Fürths entstehen und rund 20 000 Zuschauer fassen können. Der Verein rechnet mit Baukosten von rund 35 Millionen Euro. Das 1910 errichtete Ronhof-Stadion wollen die Fürther im Anschluss an den Neubau nur noch als Trainingsgelände für die Profi-Mannschaft und als Spielstätte für die Amateure nutzen. (dpa)

Greuther Fürths Aufstieg nach jahrelangem Warten

Lange galten die Kleeblätterals die Unaufsteigbaren: 7 Mal landeten die Franken seit 2001 auf Platz fünf, einmal auf Rang vier.

Die Platzierungen im Einzelnen:

  • 2010/11 4. Platz, 4 Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei
  • 2009/10 11. Platz, 18 Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei
  • 2008/09 5. Platz, 4 Punkte Rückstand auf Relegationsplatz drei
  • 2007/08 6. Platz, 8 Punkte Rückstand auf Aufstiegsplatz drei
  • 2006/07 5. Platz, 6 Punkte Rückstand auf Aufstiegsplatz drei
  • 2005/06 5. Platz, 4 Punkte Rückstand auf Aufstiegsplatz drei
  • 2004/05 5. Platz, 5 Punkte Rückstand auf Aufstiegsplatz drei
  • 2003/04 9. Platz, 9 Punkte Rückstand auf Aufstiegsplatz drei
  • 2002/03 5. Platz, 5 Punkte Rückstand auf Aufstiegsplatz drei
  • 2001/02 5. Platz, 6 Punkte Rückstand auf Aufstiegsplatz drei
  • 2000/01 5. Platz, 6 Punkte Rückstand auf Aufstiegsplatz drei

(dpa)

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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