Rauchverbot in Fußballstadien

Fußballschauen ohne Kippe – Verbotswahnsinn oder einfach nur gesund?

„Rauchen und Sport gehören einfach nicht zusammen“, sagt der Vorreiter des Nichtraucherschutzes in Bayern, ÖDP-Chef Sebastian Frankenberger. Doch wie sehen Sie das?

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Was viele Fußballfans und Raucher gar nicht glauben wollen, könnte tatsächlich bald Realität werden: Das Rauchverbot in Fussballstadien!

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In den großen Arenen in Leverkusen, Hamburg, Köln und auf Schalke ist es schon passiert, da ist das Rauchen längst verboten. Nicht so in Bayern, obwohl wir im Gesamten eh schon das bundesweit schärfste Rauchverbot haben. Franz Bergmüller vom Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur findet die neuesten Pläne auch gar nicht lustig, wirft seinem Streitfreund Frankenberger vor seine eigenen Aussagen zu vergessen. Denn noch vor einiger Zeit wurde Frankenberger mit dem Satz zitiert: „Ich bin prinzipiell jemand, der sagt, an der frischen Luft braucht man kein Rauchverbot”.

Vielleicht gibt’s ja auch einen Kompromiss, so wie es beim 1. FC Nürnberg schon der Fall ist: In einigen Teilen des Stadions ist Rauchen tabu, nämlich genau dort, wo die Familien sitzen.

Stichwort Nichtraucherschutz

Beim Passivrauchen sind Kinder die größten Opfer. Laut des Onlineportals derwesten leben in den USA etwa 40 Prozent aller Kinder, die wegen Asthma in Kliniken behandelt werden, in Raucherhaushalten. Und ein Rauchverbot kann gerade hier Wirkung zeigen: Anfang 2006 wurde Tabakgebrauch in Schottland am Arbeitsplatz und an öffentlichen Orten – darunter auch Restaurants und Bars – untersagt. Daraufhin sank die Zahl der Kinder, die wegen Asthma in Krankenhäuser mussten, pro Jahr um 13 Prozent.
Ähnliche Ergebniss zeigt auch eine Studie der DAK-Krankenkasse: Demnach gebe es seit den Rauchverboten in Deutschland rund 9 Prozent weniger Herzinfarkte als ohne Verbote.

Laut dem Landesamt für Gesundheit führt das Passivrauchen bei Erwachsenen unter anderem zu Atemwegsbeschwerden, einer Verschlechterung der Lungenfunktion, einem um 24 Prozent erhöhten Risiko für Lungenkrebs und einem um 25 Prozent erhöhten Risiko für koronare Herzerkrankungen. Über 3.000 Tote soll laut der Weltgesundheitsorganisation WHO der Umgebungstabakrauch jedes Jahr in Deutschland fordern.

Ernst-Günther Krause, Chef der Nichtraucher-Initiative München forderte im Interview mit Antenne Bayern die Staatsregierung auf, das Qualmen in Sport-Stadien zu verbieten, weil

“… alle wissen inzwischen: Tabakrauchen ist nicht nur für den Raucher, sondern auch für den Passivraucher ungeheuer schädlich.Ich hoffe, dass das Rauchen dorthin abgedrängt wird, wo es höchstens noch was zu suchen hat, nämlich in den Privatbereich.”

Auch die Kasse DAK-Gesundheit hat fragen lassen, wie die Menschen zu den Rauchverboten stehen. Dabei geben 14 Prozent an, dass Raucher ihrem Laster frönen dürfen, wo sie wollen, der Rest zieht das in Zweifel.

Hat das Rauchverbot Folgen für die Wirtschaft?

Weniger Gäste, Umsatzeinbußen und Entlassungen – auch ein Jahr nach Inkrafttreten des Rauchverbots in Bayerns Gastronomie haben viele Eckkneipen und kleine Bistros mit den wirtschaftlichen Folgen der Qualmfreiheit zu kämpfen. Laut einer Studie des Münchner Instituts für Marktforschung (mifm) beklagen rund zwei Drittel der befragten Kleingastronomen Umsatzrückgänge von durchschnittlich 28 Prozent. Die große Mehrheit der Betreiber halte das Rauchverbot für eher schlecht, sagte mifm-Leiter Helmut Aumüller am Montag in München. Demnach gingen fast zwei Drittel der Gäste früher nach Hause, 30 Prozent kämen gar nicht mehr. Jeder zehnte Wirt musste nach Angaben von Aumüller deshalb auch Personal entlassen.

Der Verband «Pro Rauchfrei» kritisierte die Studie dagegen als «unseriös und nicht repräsentativ». Die Nichtraucher-Initiative verwies auf Daten des Bayerischen Landesamtes für Statistik, wonach der Umsatz in der Getränkegastronomie in den Monaten von Januar bis April 2011 um 0,4 Prozent gestiegen sei. (dpa)

Zuletzt aktualisiert:  von
Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

Kommentare

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11 Antworten auf Rauchverbot in Fußballstadien

  1. Susanne Putz sagt:

    Ich würde Ihnen dieses Interview empfehlen:

    http://www.freiheit-toleranz.de/page.php?id=87

    und dieses Buch:

    “Passivrauchen – Götterdämmerung der Wissenschaft”, Herrn Professor Dr. med. Romano Grieshaber!!

    Ich komme selber aus der Gastronomie! Wenn ich nicht 3-4x pro Woche eine “private Veranstaltung” machen würde, hätte ich schon längst schließen müssen!
    Und so ergeht es vielen Gastwirten! Die Studie von “mifm” entspricht der Wahrheit!!

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  2. Boro Marl sagt:

    Der Berufsfaschist Frankenberger ist zwischenzeitig zur größten Seuche in Bayern geworden. Er macht einfach gegen Alles mobil, hat keinerlei finanzielle Mittel und zieht eine Facebook Anhängerschaft hinter sich her, dass es einem graust !!

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  3. Boro Marl sagt:

    Schön zu sehen, dass Beiträge- die ja die Meinung des Vefassers wiedergeben- auch bei SAT 1 zensiert werden.

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  4. SAT.1 BAYERN | Online-Redaktion sagt:

    Hallo, wir zensieren keine Kommentare. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die Kommentare von Hand “freischalten” um uns vor Spam zu schützen, das kann leider etwas dauern. Trotzdem bitten wir um Einhaltung der Netiquette. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

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  5. Denkender_Mensch sagt:

    “Anfang 2006 wurde Tabak­ge­brauch in Schott­land am Arbeits­platz und an öffent­li­chen Orten — dar­un­ter auch Restau­rants und Bars — unter­sagt. Dar­auf­hin sank die Zahl der Kin­der, die wegen Asthma in Kran­ken­häu­ser muss­ten, pro Jahr um 13 Pro­zent.”

    Wirklich???
    Seit wann halten sich die Kinder in Schottland den ganzen Tag am Arbeitsplatz, in Restaurants und in Bars?

    Diese “Wunder-Meldungen” , die überhaupt nicht stimmen, haben aber, langfristig gesehen, eine erhebliche “Nebenwirkung”: Das Vertrauen in der Wissenschaft, in den Medien und so weiter sinkt und sinkt und sinkt…
    Ziehen Sie bitte die Bremse, bis es nicht zu spät ist!

    Das Buch von Prof. Romano Grieshaber “Passivauchen – Göt­ter­däm­me­rung der Wis­sen­schaft”, kann ich auch allen neugierigen Menschen nur herzlich empfehlen.
    So viel Wahrheit in einem einzigen Buch habe ich selten gefunden!

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  6. Simone sagt:

    Es heißt doch“ die Würde des Menschen ist Unantastbar“,daran sollte sich dieser dammische Herr F. halten!!!
    Wer die Raucher nicht mag, brauch doch nicht in Rauchergaststätten gehen, oder in Zelten wo geraucht wird!!!

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  7. Gogan sagt:

    Wenn das Auftreten von WHO definierten (Raucher)Krankheiten alle so toll durch läppische Rauchverbote reduziert werden können, wie diese “Studien” belegen sollen (in meinen Augen, an den Haaren herbeigezogenes Wunschdenken der Tabakkontrolle), wieso hört man eigentlich nichts vom Rückgang der “Passivrauchtoten”.

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  8. Klar! sagt:

    Sehr interessant! Nachdem der Tabakgebrauch in Schottland am Arbeitsplatz und an öffentlichen Orten, darunter auch Bars und Restaurants untersagt wurde, sank die Zahl der Kinder, die wegen Asthma ins Krankenhaus mussten.
    Wie passt das zusammen? Die Kinder leben doch weiterhin im Raucherhaushalt und nicht am Arbeitsplatz der Eltern oder im Restaurant.

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  9. Stefan B. sagt:

    Ein Rauchverbot im Stadion wäre super! Auch wenn es im Freien ist, man kann sich nirgends hinstellen ohne , den abartig stinkenden Zigarettenqualm einatmen zu müssen. Egal wo man sich hinstellt, irgenwo steht immer ein Raucher der einen einnnebelt zustinkt!

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  10. Boro Marl sagt:

    Stefan B.: die Nichtraucherfraktion hat sich doch per Volksentscheid dafür ausgesprochen, dass in öffentlichen Gaststätten nicht mehr geraucht wird. Ihr hättet doch gleich beantragen können, dass überhaupt nicht mehr geraucht wird!! Jetzt ist es halt so und wenn Sie Nichtrauchen wollen können Sie ja im Stadion das Spiel aus den Logen verfolgen.

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  11. claudia sagt:

    ich war vor kurzem beim Public Viewing im alten Münchner Olympiastadion.
    Um mich herum, vor allem unter mir haben viele geraucht. Ich hätte echt nicht gedacht, dass man das so merkt im Freien. Mir war zwischenzeitlich wirklich schlecht, ich selbst und meine Klamotten haben brutal gestunken.

    Von daher kann ich es nicht nachvollziehen, wie man in so einem Stadion noch rauchen darf, ich war ja auch immer der, scheinbar falschen, Meinung, wir haben in Bayern einen strengen Nichtraucherschutz.

    Im Internet habe ich dann heute als Meldung gelesen, dass in Deutschland derzeit TÄGLICH etwa 300 Menschen an den Folgen von Nikotinkonsum sterben, das gibt mir doch sehr zu denken, weil ich eigentlich nicht dazu gehören möchte.

    Wenn ich bedenke, wie hysterisch manche um mich herum bei kleinen Lebensmittelskandalen (EHEC) oder bei der Havarie eines Schiffes (Costa Concordia) reagieren, aber aktiv oder passiv mitrauchen, da haben die alle kein Problem damit…..

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