Vor wenigen Tagen schreckte eine Demonstration rechtsradikaler Extremisten in Hof in Oberfranken viele Bayern auf. Einige der aufmarschierenden Rechtsradikalen gelten als gewaltbereit und sie sind schlechte Vorbilder: Allein im letzten Jahr wurden in Bayern mehr als 1.500 rechtsextremistisch motivierte Straftaten begangen, viele davon von Jugendlichen.
Deswegen sind jetzt auch in Fürth die Neo-Nazis Thema. Eine Präventionswoche soll den Schülern helfen, persönlich und sozial gestärkt zu werden. Wie genau das abläuft, sehen Sie heute bei uns!
Rechtsextremes Gedankengut im Schulalltag
- 2006: Realschüler aus Vilshofen zeigen ihren Busfahrer an, weil er sie mehrmals mit dem Hitlergruß empfangen hatte. Im Bus findet die Polizei eine ähnlich fragwürdige Musikauswahl
- 2007: Rechtsextreme Gruppen verteilen zu Schulbeginn “Informationsmaterial” an bayerischen Schulen – mehrere Initiativen leisten Gegenwehr
- 2007: Die NPD-dominierte „Bürgerinitiative Ausländerstop München“ (BIA) hat begonnen, eine Münchner Version der NPD-Schulhof-CD („Der Schrecken aller linken Lehrer!“) in München zu verteilen. Auf dem Titel ist unter anderem zu lesen: „Garantiert ohne ‘Tagebuch der Anne Frank’!“
- 2008: Die Rektorin der Volksschule Burghaig (bei Kulmbach) wird vom Dienst suspendiert – sie soll jahrelang rechtes Gedankengut gelehrt haben, unter anderem Kindern den Hitlergruß beigebracht haben
- 2010: Unter dem fingierten Absender „Bundesministerium für politische Bildung“ bekommen Schulen in Bayern per E-Mail Werbung für eine rechtsextreme “Schüler-CD”. Darauf zu finden: Rechtsextreme Texte und Bilder, Desktop-Hintergründe, Videos, Lieder sowie Kontaktadressen zu rechtsextremen Gruppen.
- 2011: Die NPD will an einer Landshuter Schule tagen – Schüler und Lehrer demonstrieren gegen den Plan, Verwaltungsrichter erteilen dem Treffen der NPD eine Absage




