Wer beim Stadtbummel im unterfränkischen Gemünden “muss”, hat bis 2009 nicht so leicht gehabt. Denn bis zu diesem Jahr hatten sich die Zuständigen in der Stadt um den Bau einer öffentlichen Toilette gestritten – und zwar ganze 10 Jahre lang. Geeinigt hatte man sich schließlich auf ein öffentliches Häusl, dass fast 100.000 Euro gekostet hat. Doch zufrieden sind viele noch lange nicht. Denn die Toilette hat einen entscheidenden Fehler: Sie ist für Behinderte, im speziellen Rollstuhlfahrer, kaum zu nutzen. Zwar gibt es Rampe und Haltegriff, doch der Toilettensitz liegt in einer Ecke. Die Toilette kann damit nur von einer Seite gearde so angefahren werden, Toilettenpapier und Spülung sind auch nur von einer Seite erreichbar – eine unüberwindbare Hürde für Menschen mit zum Beispiel einer einseitigen Lähmung.
Gemündens Bürgermeister Georg Ondrasch kann die Vorwürfe nicht verstehen, immerhin habe man das Klo nicht aus bösem Willen so gebaut, sondern sich an die Bauvorschriften gehalten.
“Kein Argument” heißt darauf die Antwort des Petitionsausschusses des bayerischen Landtags. Denn es sei Konvention, behindertengerecht zu bauen, sogar von einem “Schildbürgerstreich” ist die Rede. Ein paar Tausend Euro würde der Umbau kosten.
Als schwerbehindert gelten Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 und mehr zuerkannt wurde. Behinderungen treten laut Statistischem Bundesamt vor allem bei älteren Menschen auf: So waren deutlich mehr als ein Viertel (29%) der schwerbehinderten Menschen 75 Jahre und älter; knapp die Hälfte (46%) gehörte der Altersgruppe zwischen 55 und 75 Jahren an. 2% waren Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Rund 90 % der behinderten Menschen müssen mit den Folgen einer Krankheit leben, rund 5% haben ein angeborendes Handicap. Unfälle liegen als Ursache für Behinderungen bei rund 3 Prozent.




Der Bürgermeister von Gemünden sollte mal in den Rollstuhl gesetzt werden und dann das WC benutzen! Warum braucht er das Ergebnis des Landtages zu der Toilette?
Eine dümmere Antwort habe ich schon lange von einem Politiker gehört! Ich würde ein Abwahlverfahren beantragen! Die Antwort des Bürgermeisters sehe ich als Verstoß gegen die Menschenrechte!
Bitte bleiben Sie an der Sache dran!
Hans Mayer
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