Seit Samstagnachmittag ist Wolfgang Dorf verschwunden. Nach dem verurteilten Sextäter ist eine Großfahndung ausgelöst worden – bislang jedoch vergeblich.
Bis zu diesem Tag und seit Mitte des letzten Jahres war der Mann im Bezirkskrankenhaus Mainkofen im Landkreis Deggendorf untergebracht, denn er war unter anderem wegen Sexualdelikten zu einer langjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Obwohl ihn seine behandelnden Ärzte als gefährlich einstufen, konnte Wolfgang Dorf beim Ausgang auf dem Klinikgelände die Flucht gelingen. Der 46-Jährige war mit drei weiteren Patienten aus dem Bezirksklinikum Mainkofen in Deggendorf geflohen. Laut Polizei durfte er sich mehrere Stunden am Tag frei auf dem Klinikgelände bewegen, weil er im Verlauf der Therapie Fortschritte machte und eine gute Prognose hatte.
Seine Begleiter, ein Mann und zwei Frauen im Alter von etwa 25 Jahren, gelten nicht als gefährlich.
Wenn Sie Hinweise zum Aufenthaltsort des Flüchtigen geben können, ihn gesehen haben oder sonst sachdienstliche Mitteilungen machen können, werden Sie nicht selbst tätig. Am besten setzen Sie sich unverzüglich unter der 110 mit der Polizei in Verbindung.
Der 46-Jährige hatte in den 1990er Jahren eine langjährige Haftstrafe wegen mehrerer Sexualdelikte abgesessen – er hatte mehrere Frauen vergewaltigt. Seit 20 Jahren war er nicht mehr in Freiheit. Im September 2011 veranlasste das Amtsgericht Deggendorf eine Therapie in dem Bezirksklinikum. «Dabei sollte die Möglichkeit der Wiedereingliederung in die Gesellschaft geprüft werden», erläuterte der ärztliche Direktor des Bezirksklinikums Mainkofen, Wolfgang Schreiber, auf dpa-Anfrage. Bis Ende März blieb der Patient aus Sicherheitsgründen in dem speziell gesicherten Bereich des Klinikums.
Kein Einzelfall
Im Bezirksklinikum Mainkofen betreuen mehr als 1.400 Mitarbeiter rund 850 Patienten. Unter einem Dach sind die Fachrichtungen Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Forensische Psychiatrie und Neurologie vereint. In der Vergangenheit waren schon mehrfach Patienten aus der Klinik geflohen.
Laut dem ärztlichen Direktor des Bezirksklinikums Mainkofen, Wolfgang Schreiber, sei die Bevölkerung dabei noch nie in Gefahr gewesen. Oftmals kehrten die Patienten freiwillig zurück. «Die Patienten, die so lange eingesperrt waren, haben einfach Probleme in der veränderten Umwelt zurechtzukommen», so Schreiber.
Wir haben ein paar der Vorfälle der letzten Jahre zusammengefasst
- November 2008: Ein 20 Jahre alter Straftäter entkommt. Unter Alkoholeinfluss könne er unberechenbar reagieren, heißt es. Der Mann war wegen eines versuchten Tötungsdelikts zu einer Jugendstrafe verurteilt worden.
- Februar 2007: Ein 24 Jahre alter Straftäter nutzt einen Spaziergang auf dem Klinikgelände zur Flucht. Der Mann war auf Grund zahlreicher Eigentumsdelikte von einem Gericht in die Bezirksklinik eingewiesen worden.
- November 2006: Die Polizei nimmt zwei aus dem Bezirksklinikum geflüchtete Suchtpatienten fest und bringt sie zurück in die Einrichtung. Die 26 und 19 Jahre alten Männer waren vor einem Monat beim Rückmarsch von einer Sporthalle geflohen, einer der beiden gilt als gefährlicher Straftäter.
- November 2004: Einen Tag nach seiner Flucht aus dem niederbayerischen Bezirksklinikum Mainkofen nimmt die Polizei einen 19-Jährigen in der Wohnung seiner Mutter fest. Der junge Mann wurde als gewaltbereit eingestuft.
- September 2004: Nur eineinhalb Stunden nach seiner Flucht aus dem niederbayerischen Bezirksklinikum Mainkofen wird ein geflüchteter Straftäter wieder gefasst. Der Zugriff sei nach Hinweisen aus der Bevölkerung erfolgt, teilte die Polizei mit. Außerdem brechen zwei psychisch kranke Straftäter, 24 und 29 Jahre alt, aus. Sie gelten nach Polizeiangaben als gemeingefährlich. Das Duo hatte eine Krankenschwester im Aufzug überfallen und ihr den Gebäudeschlüssel vom Gürtel gerissen. Der 29-Jährige war wegen versuchten Totschlags in dem Krankenhaus im Landkreis Deggendorf untergebracht.
- August 2003: Ein 32-Jähriger Mann flieht aus der Nervenklinik. Der drogensüchtige und als gefährlich geltende Patient war nicht von einem Freigang auf dem Gelände zurückgekehrt. Die Bevölkerung wird aufgefordert, nicht an den Mann heranzutreten.
- September 2002: Nur wenige Stunden nach ihrer Flucht aus dem Bezirksklinikum werden drei Kriminelle wieder festgenommen. Die 18, 19 und 21 Jahre alten Männer hatten bei ihrer Flucht eine Krankenschwester und einen Pfleger mit einem Messer bedroht und überwältigt.
- Juni 2002: Ein 38 Jahre alter Mann kehrt nach einem genehmigten Ausgang nicht zurück. Er wird als gewalttätig und äußerst gefährlich eingestuft. Der 38-Jährige war wegen eines versuchten Tötungsdeliktes im Jahr 1999 und wegen seiner Alkoholsucht in der Klinik untergebracht. Bereits 1995 hatte der Straftäter einen Mann in seiner Wohnung niedergestochen.
(red/dpa)




nicht nachvollziehbar warum sich so jemand auf einer offenen Station befand
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“Martin sagt:
07.05.12 um 19:00
nicht nachvollziehbar warum sich so jemand auf einer offenen Station befand.”
Auf welcher offenen Station? So redet nur jemand der von der Materie keine Ahnung hat.
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Da bekommt man nur noch Angst um die eigenen Geliebten Menchen da draußen…
da trägt aber auch eine ganz große Mit Schuld die Klinik…
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