Joseph Vohburger, der Sagenerzähler aus der Oberpfalz

Der 70-Jährige kennt die Geschichte seiner Heimat wie kaum ein anderer

Hexen, Geister, Stimmen aus dem Jenseits – was sich anhört wie ein Horrorfilm, sind die Geschichten von einem der letzten Sagenerzähler aus der Oberpfalz. Geschichten, die sich um die sagenumwobenen Burgen und Schlösser und ihre Bewohner ranken.

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Franz Joseph Vohburger schreibt die Sagen aus längst vergangenen Zeiten in der Oberpfalz nicht nur nieder, sondern erzählt sie auch weiter.

Die "Geisterburg" Stockenfels. (Foto: SAT.1 BAYERN)

Vor allem die Sage eines männermordenden Burgfräuleins hat es ihm angetan. Als eine der Schönsten im ganzen Bayernland brachte sie jeden ihrer Verehrer um. Dafür wurde sie verflucht und starb mit 19 Jahren. Seither soll sie durch die Burgruine geistern.

 

 

 

Franz Joseph Vohburger will, dass diese und viele andere Sagen nicht vergessen werden:

„Es ist ein Schatz, ein Schatz unserer Heimat, den man nicht verlieren sollte.“

Auf seinen Burgführungen lässt Franz Joseph Vohburger die Vergangenheit wieder lebendig werden. Und er glaubt, dass in jeder Sage immer auch ein Stückchen Wahrheit steckt.

 ”Spukorte” in Bayern

  • Schloss Fürsteneck in Niederbayern: Die Geschichten ranken sich um mehrere mysteriöse Frauengestalten. Frauen, die früher als Hexe verurteilt und verbrannt wurden, sollen immer wieder gesichtet werden. In dem Schloss werden Übernachtungen als “Spuknacht” angeboten.
  • Schloss Neuburg am Inn in Niederbayern:  Auch hier kann man zum Gruseln übernachten. In den Legenden spielen Kerker und Frauenhaus des alten Schlosses eine wichtige Rolle.
  • Die Gruselgestalt bei Kirchanschöring (Oberbayern): Hier gibt es eine kleine Nebenstraße, die wegen Sichtungen einer “Schwarzen Gestalt” bekannt geworden ist.
  • Burgruine Werdenfels in Oberbayern: Hier hält sich seit Jahren der Mythos um eine jammernde weiße Frau in den Gemäuern.
  • Kloster Wessobrunn am Ammersee: Hier soll eine Nonne, die das Ordensgelübde gebrochen hat, seit Jahrhunderten weinend umhergeistern.
  • Ebersberger Forst (bei München): Nachdem ein Autofahrer ein Frau angefahren und sterbend zurückgelassen hat, wird auf der Bundesstraße durch den Wald immer wieder ein weiße Frau gesichtet – teilweise auch auf dem Rcksitz der schaudernden Autofahrer.
  • Schloss Wolfsegg, Regensburg: Hier soll unter anderem eine Frua in eine Intrige gelockt worden sein und von ihrem Mann, dem Burghwrrn aus Eifersucht, ermordet worden sein. Seitdem soukt auch hier die “Weiße Frau”.
  • Burg Hoheneck bei Ipsheim (Mittelfranken): Hier soll eine Gräfin ihre beiden Kinder ermordet haben.  Von Reue geplagt, spukt die Gräfin seitdem durch mehrere Burgen im Landkreis.

Zuletzt aktualisiert:  von
Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

Kommentare

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Eine Antwort auf Joseph Vohburger, der Sagenerzähler aus der Oberpfalz

  1. CheSS Hellfire sagt:

    Zu dem Teil vom Ebersberger Forst habt ihr vergessen zu sagen, dass sich auch erzählt wird, dass wer nicht anhält und die Frau mitnimmt, angeblich die Frau dann ins Lenkrad greift und das Auto in den Graben lenkt. So wurde es mir erzählt. Es gibt auch ein Buch für den Schwabenbezirk, wenn mich nichts täuscht, in dem auch viele Sagen nieder geschrieben wurden.
    Mir wurde mal erzählt von Schulkameraden, dass in einem Meitinger Badeweiher Gestalten nachts aus dem Wasser gekommen sind, die zuerst auf zwei Beinen gingen und angeblich meine Kameraden anschließend auf vier Pfoten jagten. Wo genau das war kann ich mich leider nicht mehr erinnern.

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