Die wenigsten von uns haben schon mal einen Dachs in freier Wildbahn gesehen. Und das, obwohl das Tier gar nicht mal so selten bei uns unterwegs ist – der Dachs hat sich’s auch in Bayerns Wäldern wieder ganz heimelig eingerichtet. Nur dass der Dachs nachtaktiv ist, dürfte es ihm leicht machen, sich vor uns zu verstecken.
Unsere SAT.1 BAYERN-Reporter in Oberfranken allerdings jetzt einen erwischt. Oder besser – “eine”: Die kleine Dachsdame Frieda ist bei Sandra Bauer aus Coburg groß geworden, seit sie als Baby im Tierheim abgegeben worden ist. Ihr neues Zuhause: Eine “All-Inclusive” Unterkunft im Welpenhotel, unter anderem zusammen mit fünf kleinen Fuchsbabies!
Erste Bilder sehen Sie in unserem Vorschau-Video – mehr gibt’s in unserer heutigen Sendung!
Die spannendsten Fakten zum Dachs
- Der Dachs ist ein Nachtschwärmer: Höchstens an langen Sommerabenden oder zur “Ranzzeit” in den frühen Morgenstunden bekommen wir ihn auch noch bei Tageslicht zu Gesicht. Der Tag wird mit der Familie im Bau verschlafen.
- Der Dachs ist ein Architekt: Dachsbaue sind wahre Meisterwerke und können mehrere Etagen umfassen, gehen über weit verzweigte, meterlange Gänge und haben viele Kammern. Oft sind die Dachsburgen schon Jahrhunderte alt und werden von verschiedenen Generationen bewohnt.
- Der Dachs trägt Maske: Die hübsche schwarz-weiße Zeichnung im Gesicht des Tieres ist ein Warnsignal – besonders für den Fuchs. Denn der Dachs ist ein Raubtier – wer einmal Bekannschaft mit seinen Klauen oder Gebiss gemacht hat, weiß das.
- Der Dachs ist ein Familienwesen: Bis zu 25 Tiere leben zusammen in einem Großdachsbau. Angeführt wird die Mannschaft von einem dominanten Dachspärchen. Das bleibt meist ein Leben lang zusammen.
- Der Dachs ist ein guter Nachbar: Oft teilt er mit dem Fuchs Teile seines Baus, die verwaist sind. Solange der Fuchs in “seinen” Gängen bleibt (und sich nicht verläuft), kommen die beiden gut miteinander aus
- Der Dachs mag’s gemütlich: Anders als Füchse polstern sich Dachse ihren Schlafkessel mit Moos und Blättern aus. Dieses “Bett” wird zum Lüften regelmäßig nach draußen getragen.
(Quelle: LWF Bayern)




