Streiks in Ingolstadt

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Wieder haben Zehntausende Metaller in Bayern die Arbeit niedergelegt. Am heißesten Tag der Woche erhöhte die IG Metall noch mal den Druck. Kommende Woche gehen die Warnstreiks weiter, dann aber erstmal auf kleinerer Flamme – eine Lösung des Tarifstreits ist nicht in Sicht.

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Zehntausende Metaller haben am Freitag in Bayern erneut die Arbeit niedergelegt. Nachdem auch die vierte Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern am Donnerstag ohne Ergebnis vertagt worden war, erhöhte die IG Metall am heißesten Tag der Woche noch einmal die Schlagzahl. “Bis zum Nachmittag beteiligten sich bereits mehr als 40.000 Menschen in rund 67 Betrieben an den Aktion”, wie ein Sprecher der Gewerkschaft sagte.

Kommende Woche will die IG Metall erneut zu Warnstreiks aufrufen, dann werde aber eher auf kleinerer Flamme gekocht. Dennoch dürfte Tausende dabei sein.

Allein in Ingolstadt demonstrierten am Mittag tausende Audi-Beschäftigte auf einer großen Kundgebung für mehr Geld und bessere Bedingungen für Leiharbeiter. Auch in München legten wieder Tausende die Arbeit nieder, an einer Kundgebung nahmen allein hier mehr als 6.000 Menschen teil. Daneben waren etwa Aschaffenburg, Augsburg, Bamberg oder Nürnberg weitere Schwerpunkte.

Am Donnerstag waren nach nur zweieinhalb Stunden die Tarifgespräche für die 755.000 Beschäftigten der bayerischen Metallindustrie wieder vertagt worden, ohne dass sich beide Seiten angenährt hätten. IG Metall und Arbeitgeber gaben sich später gegenseitig die Schuld an der wenig erfolgreichen Verhandlungsrunde. Beide blicken nun auf eine Expertenkommission in Baden-Württemberg. Der wichtige Tarifbezirk könnte auch eine Lösung für Bayern bringen. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme aller Ausgebildeten und die Einschränkung der Leiharbeit. Die Arbeitgeber bieten 3 Prozent und fordern mehr Flexibilisierung. (dpa)

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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