Einweihung des Windparks Hof

Ein Plus für die Energiewende – doch beim Thema Gas weht ein eisiger Wind

Wir wollen – nur wie? Die Umsetzung der Energiewende in Bayern ist politisch umstritten. Jetzt hat Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil den größten Windpark Bayerns bei Helmbrechts in Oberfranken eingeweiht. Das könnte aber die Schließung des Nürnberger Gaskraftwerks Franken I bedeuten.

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Alt oder neu – Öko oder konventionell. Hier bei Helmbrechts ist es ganz klar: Die Windkraft macht das Rennen. Bayerns größter Windpark liefert Strom für 11.000 Haushalte. Damit ist Oberfranken ein leuchtendes Beispiel in Sachen regenerativer Energie.

Spitzen-Technologie hin oder her: bei Stromspitzen reicht der Öko-Strom alleine nicht. Da müssen die alten Kraftwerke herhalten. Doch wirtschaftlich gesehen lohnt sich das für die Betreiber kaum noch.

Eon-Gaskraftwerke in Süddeutschland stehen auf der Kippe

Der Energieriese Eon will Presseberichten zufolge aus Kostengründen drei ältere Gaskraftwerke in Süddeutschland mit der Gesamtleistung eines Atommeilers schließen. Eon wolle 2013 die Blöcke Irsching 3 in Oberbayern und Staudinger 4 in Hessen sowie 2014 Franken 1 in Nürnberg dichtmachen, berichtete die «Financial Times Deutschland» (FTD) am Montag. Die Gesamtkapazität der Anlagen, deren Betrieb unwirtschaftlich geworden sein soll, beträgt 1420 Megawatt. Die Schließungsabsicht sei der Bundesnetzagentur angekündigt worden.

Sollte Eon die Anlagen tatsächlich stilllegen, wäre dies ein herber Rückschlag für die bayerische Energiepolitik. Denn die Staatsregierung will die Kapazität der Gaskraftwerke eigentlich um 3000 bis 4000 Megawatt ausbauen, um etwa bei schlechtem Wetter Einbrüche bei den erneuerbaren Energieträgern abzufangen. (dpa)

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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