Unterrichtsbetrieb nach Amoklauf
Einen Tag nach dem Amokalarm an einer Schule im schwäbischen Memmingen ist der Unterricht dort heute Morgen wieder aufgenommen worden. Unklar ist, ob tatsächlich alle Eltern ihre Kinder nach dem traumatischen Vorfall vom Vortag in die Schule geschickt hatten.

Schulamtsdirektorin Elisabeth Fuß und Rektor Franz Michael Schneider
„Es ist uns sehr wichtig, dass möglichst bald wieder Normalität in die Schule einziehen kann“ — Rektor Franz Michael Schneider
Von Routine-Unterricht kann aber noch keine Rede sein:
„Es ist kein normaler Unterricht, wir können nicht sagen wir gehen zum Tagesablauf über und machen wieder Mathematik“ — Schulamtsdirektorin Elisabeth Fuß
Die Kinder sollen die Möglichkeit haben, das Geschehen mit ihren Klassenlehrern zu besprechen.
Waffenherkunft
Wie die Staatsanwaltschaft heute nach ersten Ermittlungen erklärte gehören die beiden Waffen des jungen Schützen dessen Vater, einem Sportschützen. Der Junge hatte gestern mit den Waffen vor seiner Schule und auf einem Sportplatz in die Luft geschossen. Niemand wurde verletzt. Erst nach Stunden hatte sich der 14-Jährige der Polizei ergeben. Seit seiner Festnahme befindet er sich in einer jugendpsychiatrischen Einrichtung. Heute soll er dem Haftrichter vorgeführt werden. Nach wie vor unklar ist den Ermittlern zufolge das Motiv – allerdings drängt sich eine Vermutung auf: Die 13-jährige Freundin des Amokläufers hat am Vorabend mit ihm Schluss gemacht.
(dpa-red)
Unser Bericht zum Thema Amok-Alarm in Memmingen vom 22. Mai 2012





