Etwa 110 Meter vom Ortskern Ballertshofen entfernt betreibt ein Landwirt einen Schweinemastbetrieb. Knapp 600 Tiere sorgen für einen ätzend süßlichen Gestank, der laut Anwohnern bei Westwind nicht zu ertragen ist.
Die Sicht der Anwohner
1996 stellte ein Landwirt in Ballertshofen seinen Betrieb auf Schweinemast um. Mittlerweile hat der Betrieb die erlaubte Kapazität mit 560 Tieren erreicht und der Gestank – so die Anwohner – sei unerträglich. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet sollen die Bewohner unter Übelkeit leiden und sich schämen, Gäste einzuladen. So seien schon Freundschaften zerfallen und Kinder würden gehänselt, ob sie denn im Schweinestall genächtigt hätten. Wäsche könne nicht mehr im Freien getrocknet werden und in Räumen schimmele es, weil nicht genug gelüftet werde.
Die Sicht des Landwirts
Vor dem Jahr 1996 herrschte zwischen dem Schweinemast-Landwirt und den Nachbarn ein gutes Miteinander. Der heute 38-Jährige fühlt sich wie das Opfer einer Hexenjagd, verleumdet und gemobbt. Mehrere Gutachten bescheinigen dem Saustall den „höchsten Stand der Technik“ und seit 10 Jahren geben ihm die Gerichte Recht. Eine Lösung hat das Oberlandesgericht Nürnberg vorgeschlagen: Die Abluftkamine sollen erhöht, die Kosten zwischen den Klägerfamilien und dem Bauern geteilt werden. Der Landwirt wäre dazu bereit, alleine werde er den Betrag – angeblich bis zu 30.000 Euro – jedoch nicht übernehmen. Und die Anwohner sehen keinen Grund, sich an den Kosten zu beteiligen. Die Ironie: Die Kosten für Prozess- und Gutachterkosten liegen mittlerweile über dem genannten Betrag.







Pingback: Mast-Ärger in Dipbach: 600 Bürger – 2.400 Schweine | SAT.1 BAYERN - Das Regional-Magazin für Bayern.