Kinderschänder versetzen München in Angst

Die Polizei schließt nicht aus, das es sich in allen Fällen um den selben Täter handelt

Die Opfer sind klein und besonders hilflos – der Täter schlägt am hellichten Tag zu. Für Münchner Eltern sind die Vorkommnisse in den letzten Tagen mehr als beunruhigend. Wir suchen heute um 17:30 Uhr nach den Hintergründen.

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In München scheint ein Pädophiler sein Unwesen zu treiben. In allen Fällen kann man den Eltern schwer einen Vorwurf machen, sie hatten ihre Kinder nicht fahrlässig allein gelassen. Doch trotzdem schlug der Täter zu. Und nachdem in nicht mal drei Wochen drei Fälle von Kindesmissbrauch gemeldet wurden, sind viele Münchner verunsichert.

Fall 1:

Am 20. Mai schlägt der Kinderschänder in Sendling zu. Opfer ist ein 6-jähriger Bub. Er geht mit seinem älteren Bruder auf die Toilette eines Mc DOnald‘s. Dort trifft er auf den Täter. Der spricht das Kind erst an, fasst ihm dann in die Hose. Außerdem bittet er das Kind ihn zu berühren. Der Bub kann flüchten und berichtet seinem Vater von dem Vorfall. Der Kinderschänder kann flüchten.
Täterbeschreibung: Männlich, ca. 45-60 Jahre alt, 170-180 cm groß, kräftige Figur, graue, kurze Haare, hohe Stirn bzw. beginnende Stirnglatze. Er sprach deutsch ohne erkennbaren Akzent, auffällig war seine graue Armbehaarung. Der Täter trug ein graues, kurzärmeliges T-Shirt.

Fall 2:

Der Tatort: Hier wurde der Junge allem Anschein nach missbraucht (Foto: SAT.1 BAYERN)

Am 4. Juni wird in der Dachauer Straße in München-Moosach ein 4-jähriger Junge gefunden, wie er verzweifelt in einer Tiefgarage herumirrt. Der Bub war im Vorfeld mit seinem Bruder und dessen Freunden unterwegs gewesen, hatte sich dann aber aus Langeweile alleine auf den Heimweg gemacht. Dann traf er auf den Täter. Dieser lockte das Kind mit dem Satz „Ich habe ein Geschenk für Dich“ in eine Tiefgarage – und verging sich wohl an ihm. Die Mutter hatte bereits die Polizei alarmiert, als ihr großer Sohn ohne seinen Bruder heimkehrte. Der Bub erzählte von der Tat – konnte den Täter jedoch nicht näher beschreiben.

Fall 3:

Am 5. Juni wird ein 3-jähriges Mädchen von einem Spielplatz im Georg-Gradel-Weg in Pasing von einem Unbekannten mitgenommen. Der Täter scheint Minuten genutzt zu haben, in denen das Kind allein war – die anderen Kinder waren weggelaufen, der Spielplatz nur einen Steinwurf vom Zuhause der 3-Jährigen entfernt.

In einem nahe gelegenen Keller muss das Mädchen den Mann unsittlich berühren. Dann bringt der Täter das Kind zurück. Beim Abendessen erzählt das Mädchen seinen Eltern von der Tat.
Täterbeschreibung: Kurze, blonde Haare, sprach gut verständliches Deutsch; bekleidet mit schwarzer Jacke und Blue Jeans.

 

So versuchen Täter, an Ihr Kind zu kommen:

  • Sie bieten Geschenke an: ”Ich habe viele Katzenbabys, möchtest du eines haben?”
  • Sie täuschen einen Notfall vor: ”Dein Vater hatte einen Unfall und ist im Krankenhaus. Ich soll Dich zu ihm bringen.”
  • Sie bitten um Hilfe: ”Kannst Du mir helfen meinen Hund zu finden?” “Kannst Du mir den Weg zum nächsten Supermarkt zeigen?”
  • Sie sind autoritär: ”Du siehst aus wie der Junge, der mein Auto zerkratzt hat, wir gehen jetzt mal zu Deinen Eltern!” (Quelle: hallo-eltern.de)

So schützen Sie Ihr Kind:

  • Vertrauen ist wichtig – und das sollte in erster Linie Ihnen als Eltern gelten. Zeigen Sie Ihrem Kinder, dass es mit Geheimnissen egal welcher Art zu Ihnen kommen kann, ohne dass es Angst haben muss geschimpft zu werden
  • Klären Sie Ihr Kind auf. Damit weiß es, welche Körperteile privat sind und dass selbst das Küsschen für Familienmitglieder abgelehnt werden darf
  • Erlauben Sie “Unhöflichkeit” – nur so kann ein Kind sich ein Kind mit einem klaren “Nein” vor Übergriffen oder gegen Tricks (“Zeig mir mal den Weg”) wehren.
  • Warnen Sie Ihr Kind vor gefährlichen Situationen: Dann muss es um Hilfe schreien, andere Menschen und einen sicheren Ort aufsuchen können

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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