Zwei Brände, zwei Tote: Die Fälle in Marktschorgast (Landkreis Kulmbach) haben der Polizei auch am Montag weiter Rätsel aufgegeben. Nur langsam wird sicherer: Die beiden Brände scheinen im Zusammenhang zu stehen. In Ziegenburg brannte ein Wohnhaus ab – darin wurde eine Frau gefunden. Nur wenige hundert Meter entfernt eine weitere Leiche im Auto.
Bei der Toten handelt es sich um Hannelore Gräfin von Luxburg – ihre Leiche wurde im Wohnhaus gefunden. Die 78 Jahre alte Bewohnerin des Bauernhauses war nicht durch die Flammen, sondern durch einen Kopfschuss gestorben ist, teilte die Polizei mit. Das habe die Obduktion ergeben. “Ob es ein Suizid war, können wir nicht sagen. Wir ermitteln in alle Richtungen”, sagte eine Sprecherin in Bayreuth.
Seit mehr als 20 Jahren lebte die ehmalige Varieté- Künstlerin in Ziegenburg. Gemeinsam mit dem Hausbesitzer – einem etwa 30 Jahre alten Mann. Bei ihm könnte es sich um die zweite Leiche handeln, die hier in einem völlig verbrannten Auto gefunden wurde. Doch die sei durch die Flammen so stark zerstört worden, dass eine Aussage zur Todesursache bislang unmöglich sei, so die Polizei. Das ausgebrannte Auto sei jedoch vom Mitbewohner der Frau benutzt worden. Bislang steht allerdings nur fest, dass es zwischen den beiden immer wieder Streit gegeben hat.
Freunde nennen als Grund für Streitigkeiten, dass der Hausbesitzer, Yau Yau, den geliebten Mops der Gräfin, immer wieder draußen in den Wohnwagen sperrte. Die Polizei muss jetzt klären, warum es zu dieser Tragödie kam. Doch das ist schwierig, denn es gibt keine Zeugen – nur zwei Leichen.
Am Sonntagmorgen hatte ein Anwohner das Feuer in dem Einfamilienhaus bemerkt und die Einsatzkräfte gerufen. Bei einem Hubschrauberflug für Luftaufnahmen des Brandortes hatte die Polizei zudem rund einen Kilometer entfernt auf einem Feldweg ein ausgebranntes Auto entdeckt. Sowohl im Haus als auch im Wagen fanden die Ermittler eine Leiche.






