Bei Temperaturen um die 30 Grad erhitzt sich ein Auto auf rund 50 Grad – auch, wenn das Fenster einen Spalt geöffnet ist, ändert das wenig daran. Das bedeutet Lebensgefahr für ein Kind. Und bei den aktuellen Temperaturen von über 30°C geht es noch schneller: Herrschen draußen etwa 40°C, dann ist bereits nach 10 Minuten im Wageninneren die Situation für das Kind lebensgefährlich. (Quelle: ärztezeitung.de)
Laut eltern.de sind Tragödien dokumentiert, in denen Kinder bereits nach 15 Minuten in einem heißen Wagen starben. Wissen, das ein 23-Jähriger Mann aus Rosenheim nicht zu haben schien – er er war einfach nur fahrlässig: Bei Temperaturen von 30 Grad hatte er sein 11 Monate altes Baby eine Stunde lang im Auto alleingelassen.
Der Mann hatte seinen Wagen in der prallen Sonne in der Rosenheimer Innenstadt stehen lassen um einzukaufen. Das Kind war der Hitze hilflos ausgeliefert – ohne Sonnenschutz und mit nur einem leicht geöffneten Fenster. Einer Frau fiel das völlig verschwitzte und schreiende Baby auf und sie verständigte die Polizei. Die Beamten wollten gerade die Scheiben des Autos einschlagen, als der Vater von seiner Einkaufstour zurück kam. Er muss sich nun dem Vorwurf der Körperverletzung stellen. Das Kind dürfte keine Folgeschäden davon tragen. (red-dpa)
Die Mutter sei schon spät dran gewesen und habe vergessen, ihren Sohn an seiner Schule abzusetzen, berichtete die „New Straits Times“. Sie eilte dem Bericht zufolge zur Arbeit und stellte das Auto mit dem schlafenden Kind auf den Parkplatz. Stunden später fiel ihr der Sohn wieder ein. Sie fand das Kind nach Angaben von Augenzeugen nur noch tot und mit Schaum vor dem Mund auf dem Rücksitz.
Andere Parkplatzbenutzer hätten nichts bemerkt, weil das Auto dunkle Scheiben hat, berichtete die Zeitung. Der Zwischenfall passierte in Johor Baru im Süden Malaysias. Die Behörden sprachen von einem Unfall, die Mutter wurde zunächst nicht wegen Fahrlässigkeit angezeigt. (dpa)



