Zu ihren berühmten Fans gehört Regisseur Dominik Graf, der sich in seiner Laudatio als „Fan der ersten Stunde“ outete. Auch die Fans am roten Teppich überschlugen sich mit Komplimenten wie „Du bist so wunderschön“ und „Du bist die Frau mit dem größten Sex-Appeal auf der Welt“.
Gelassener gab sich Bayerns Finanzminister Markus Söder gegenüber der glamourösen Ehefrau von Antonio Banderas:

„Ich hoffe, das ist jetzt nicht unverschämt, wenn ich sage: Nein, ich bin nicht aufgeregt“
– so Söder in seiner Begrüßungsrede. Der sympathischen Melanie Griffith schien diese zurückhaltende Art bei dem riesigen Medienaufgebot direkt recht zu sein. „Dem Juwel des Filmfestes“ durfte Söder den Preis überreichen und gesteht ein, dass er sich bei der EU wohler fühle:
„Das eine ist Film, das andere ist Realität.“
Regisseur Dominik Graf hingegen schwelgte weiter in Nostalgie und schwärmte von Griffiths schauspielerischen Leistungen wie in „Night Moves“ oder „Body Double“:
„Auch wenn ich eine Stunde Zeit hätte, es würde nicht reichen, um Ihnen all das zu sagen, was wir ihnen hier in Deutschland an Dank schulden, für das, was Sie uns in Ihren Filmen gegeben haben. Wir werden keine Sekunde ihrer bisherigen Filme vergessen und keinen Moment ihrer weiteren Arbeit verpassen.“
– so Graf während seiner 10-minütigen Rede.
Mit Tränen in den Augenwinkeln dankte Griffith es ihrem Laudator:
„Ihre Rede hat mich sehr bewegt.“
Und dann war der Hollywood-Zauber fast schon wieder vorbei. Mit ihrem hautengen schwarzen Lederkleid setzte sie sich in die schwarze Limousine und rauschte von dannen – zum Galadinner und anschließend zur Weltpremiere ihres neuen Films: Der düstere Psychothriller „The Grief Tourist“ wird voraussichtlich 2013 in die deutschen Kinos kommen.
(dpa-red)


