NSU-Ausschuss ermittelt weiter

War der Verfassungsschutz blind?

Die Köpfe hinter der rechtsradikalen Terrorgruppe NSU haben wohl mindestens 10 Menschenleben auf dem Gewissen – allein 5 davon in Bayern. Vieles deutet darauf hin, dass der Verfassungsschutz die Täter möglicherweise gekannt haben könnte.

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Wusste der Verfassungsschutz etwas über die schrecklichen Aktivitäten der rechtsradikalen Terrorzelle NSU – und gab sein Wissen trotzdem nicht weiter? Viele Politiker im Untersuchungsausschuss hoffen darauf, dass kein Versagen des Verfassungsschutzes festgestellt wird – sie befürchten massive Konsequenzen.

Auch der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Burkhard Körner, räumt Fehler seiner Behörde ein:

„Die Nähe der rechten Szene zur Gewalt war immer bekannt. Was wir nicht erkannt haben sind die terroristischen Strukturen.“

- so Körner gegenüber der Presse.

Absicht oder nicht – bei der Mordserie der NSU haben Verfassungsschutz und Polizei versagt. Soll der Verfassungsschutz deswegen ganz aufgelöst werden? Innenminister Joachim Herrmann will davon nichts wissen. Der Abschlussbericht zu den endgültigen Ermittlungsergebnissen soll in einem Jahr vorliegen.

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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