In der Nürnbeger Südstadt hat eine Frau über 30 Tiere leiden lassen – und das allem Anschein nach, weil die Frau schwer krank ist. Ihr Verhalten entspricht dem Krankheitsbild des “Animal Hoardings”. Das krankhafte Sammeln von Tieren ist zwar schon lange bekannt, hierzulande aber bisher wenig erforscht. Das dürfte ein Grund sein, warum die Frau mehrfach auffiel – und es in ihrer Wohnung immer wieder zu solch schrecklichen Zuständen kam, wie es jetzt das Nürnberger Veterinäramt aufdeckte.
Die Tiere mussten vor wenigen Tagen aus der Wohnung in der Südstadt befreit werden. Die Feuerwehr musste die Wohnungstür aufbrechen, die Hausherrin flüchtete währenddessen über ihre Terrasse. Dann der Schock: Insgesamt hausten in der vermüllten Wohnung 34 Tiere, darunter Hunde, Katzen, Nagetiere, Vögel und eine Bartagame. In welch erbärmlichen Zuständen die Tieren waren, können Sie in unserer Bildergalerie sehen. Besonders bemitleidenswert: Bis auf die Knochen abgemagerte Hunde wurden mit einem Beißkorb vom Fressen abgehalten, in der Tiefkühltruhe lagen 8 Tierkadavern unter den Lebensmitteln versteckt.
Ein Chinchilla musste im Tierheim Nürnberg eingeschläfert werden, der Rest der Tier wird ärztlich versorgt.
Bereits vor 10 Jahren war die Wohnung schon einmal geräumt worden, der Frau wurden dabei nicht nur alle Tiere weggenommen, auch ihre Kinder kamen in Pflegefamilien. Vor 6 Jahren waren verschiedene Kleintiere aus der Wohnung geholt worden.
Nicht erstaunlich, wenn man einer amerikanischen Studie zum “Animal Hoarding” glaubt: Demnach liegt die Rückfallquote ohne eine individuell angepasste psychologische Langzeittherapie bei nahezu 100 Prozent. Ein wichtiger Grund dafür dürfte sein, dass die Menschen keinerlei Einsicht zeigen, dass ihr Verhalten nichts mit Tierliebe zu tun hat. Die Akademie von Tierschutz geht davon aus, dass die Anzahl von bekannt werdenden Fällen von “Animal Hoarding” ansteigen wird.





















hallo
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