Reform der Reform: Wer will, macht aus G8 G9!

Unterrichtsausfall soll reduziert werden – bis zu 250 neue Lehrerstellen sind möglich

Das bayerische Gymnasium macht seit Jahren Ärger, ist der Staatsregierung lieb – und wird jetzt noch teurer. Der Schulhaushalt wird zum wiederholten Male aufgeschnürt – und wer will, kann noch ein freiwilliges Zusatzjahr einlegen.

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Die Staatsregierung wird den nächsten Doppelhaushalt für die Umsetzung der jüngsten Gymnasialreform ein weiteres Mal erhöhen. Um wie viele Millionen es sich voraussichtlich handeln wird, ließ Finanzminister Markus Söder am Dienstag nach der Kabinettssitzung offen. “Wir sind uns einig, dass es auf jeden Fall ein Plus an Lehrerstellen geben muss”, sagte Söder. “Da sind noch Möglichkeiten da.” Das Kabinett beschloss den Doppelhaushalt 2013/14 bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause. Die Änderungen im Schuletat müssen nun im Landtag ausgehandelt werden, der den Haushalt im Herbst verabschieden wird.

Im Gespräch sind über die zusätzlichen Stellen im Haushaltsentwurf hinaus noch einmal gut 100 zusätzliche Lehrerstellen für die sogenannte “integrierte Lehrerreserve”, die es an allen Gymnasien geben soll. Außerdem ist im Gespräch, an jedem staatlichen Gymnasium noch einmal eine halbe zusätzliche Stelle für die bessere pädagogische Betreuung einzurichten – beides zusammen würde auf etwa 250 Stellen hinauslaufen.

Bei einem zweiten großen G8-Gespräch in der Staatskanzlei hatten sich Ministerpräsident Horst Seehofer, sein Vize Martin Zeil (FDP), Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), die Bildungspolitiker von CSU und FDP sowie Vertreter von Lehrern, Eltern und Schülern am Montagabend geeinigt, dass ein zusätzliches “Flexibilisierungsjahr” am G8 eingeführt sowie Unterrichtsausfall und Lehrplan reduziert werden sollen. (dpa)

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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