Ärztliche Versorgung in Bayern

Bayern steht vor einem massiven Versorgungsmangel

Das Gesundheitsland bietet jungen Ärzten nicht genug Anreiz, Hausarzt zu sein. Gerade auf dem Land beträgt die Arbeitsbelastung pro Woche rund 50-60 Stunden, dazu kommt die Rufbereitschaft. Der bevorstehenden Versorgungslücke will jetzt das Gesundheitsministerium entgegenwirken.

120814_aerzteversorgung.m4v 120814_aerzteversorgung.m4v

Bis Ende des Jahrzehnts wird die Hälfte der bayerischen Hausärzte das Pensionsalter erreichen – die drohende Versorgungslücke will Gesundheitsminister Dr. Marcel Huber mit 15 Millionen Euro für neue Förderprogramme schließen. Der CSU-Politiker gab heute in München den Startschuss für drei Programme, die das Kabinett noch vor der Sommerpause beschlossen hatte.

Diese sind:

  • bis zu 200.000 Euro Zuschuss für „innovative Versorgungskonzepte“
  • ein Zuschuss von 60.000 Euro für die Übernahme von Hausarztpraxen in ländlichen Gebieten mit Arztmangel und
  • Stipendien von 300 Euro monatlich für Medizinstudenten, die sich verpflichten, nach der Ausbildung mindestens fünf Jahre auf dem Lande zu arbeiten.

Volle Unterstützung hat Huber von der Landesärztekammer.

„Es ist nicht mehr fünf vor zwölf, sondern fast fünf nach zwölf.“

- sagte deren Präsident Dr. Max Kaplan.

(dpa)

Zuletzt aktualisiert:  von
Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

Kommentare

*

Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.