Die bayerischen Fischer sind zuversichtlich, sie erwarten eine gute Karpfenernte. Am Freitag ist die Saison offiziell in Mittelfranken eröffnet worden. Die Verbraucher müssen für Fisch aus der Region nicht tiefer in die Tasche greifen -die Preise sollen nicht steigen.
(Bild: Angelina Ströbel / pixelio.de)
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Für die Fischer im Karpfenland Bayern beginnt nun offiziell die Karpfenzeit. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) hat in Bad Windsheim die Saison eröffnet. Bis zum April werden die Tiere nun aus den Teichen gefischt und verkauft. Wir haben einen Karpfenbauer in der Fränkischen Schweiz besucht!
Bayern gilt neben Sachsen als Karpfenhochburg in Deutschland. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr fast 5.100 Tonnen Karpfen aus den deutschen Teichen gefischt. Die bayerischen Betriebe haben daran mit mehr als 1.800 Tonnen den größten Anteil, dicht gefolgt von Sachsen mit 1780 Tonnen -allerdings mit deutlich weniger Betrieben. Während in Sachsen 300 Betriebe Karpfen in Aquakulturen halten, sind es in Bayern fast 2.500. Bundesweit gibt es dem Statistischen Bundesamt zufolge etwa 3.000 Erzeugerbetriebe. Dem bayerischen Landwirtschaftsministerium zufolge sind es noch deutlich mehr.
Mittelfranken, Oberfranken und die Oberpfalz gelten als die Karpfenbezirke in Bayern. In vielen Regionen -etwa im oberfränkisch-mittelfränkischen Aischgrund -prägen die Karpfenteiche das Landschaftsbild. Die Karpfenaufzucht hat in Bayern eine rund 1.000-jährige Tradition, bereits im Hochmittelalter galt der Karpfen als Delikatesse.
(dpa)