Kältetherapie für Schlaganfall-Patienten

Die 32-jährige Erzieherin brach plötzlich auf ihrem Stuhl zusammen

Sabine Gill ist eine junge, lebensfrohe Frau – als plötzlich die Hauptschlagader in ihrem Gehirn platzt. Gerettet werden kann sie durch eine außergewöhnliche Therapie im Uniklinikum Erlangen.

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An den Tag, an dem die Erzieherin Sabine Gill aus Mitterteich in der Oberpfalz ins Koma fiel, kann sie sich noch gut erinnern. Zumindest an die Sekunden davor:

„Ich war gerade bei der Arbeit mit den Mädels. Ich weiß die Textaufgabe noch. Dann kann ich mich an nichts erinnern. 4 Wochen später bin ich wieder aufgewacht und meine Familie hat mir dann erzählt, was passiert ist.“

Die Hauptschlagader im Gehirn der jungen Frau war geplatzt. Dann ging alles ganz schnell: Sabine kam ins Erlanger Universitätsklinikum. Dort setzte man Hoffnung auf eine in solchen Fällen kaum geteste Therapie: Die Hypothermie. Die umgangssprachliche Kältetherapie kommt bei verschiedenen Erkrankungen zum Einsatz. Dem Patienten wird durch einen Katheter eine 4 Grad kalte, sterile Kochsalzlösung zugeführt. Das Gehirn wird so vor weiteren Schäden geschützt,  auch bei Herzinfarkt-Patienten ist diese Form der Therapie schon überaus erfolgreich.

12 Tage lang lag Sabine Gill aus Erlangen im Kältebett, herunter gekühlt auf 33 Grad. Erst als sich ihr Zustand stabilisierte, holte man sie zurück. Das Wunder: Heute, ein Jahr später, ist Sabine tatsächlich wieder gesund.

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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