Drama am Watzmann: Bergwacht rettet 5 Studenten vorm Erfrieren

Haben sich die Geretteten überschätzt?

Eine Gruppe Wanderer im Alter zwischen 20 und 27 Jahren konnte nur knapp vorm Erfrieren gerettet werden. Ihr Überleben können die jungen Leute wohl der Tatsache verdanken, dass sie am Berg Handynetz hatten.

121011_bergwacht.m4v 121011_bergwacht.m4v

Sie waren völlig durchnässt, mussten mit heißen Getränken, Decken und Heizstrahlern aufgewärmt werden. 2 junge Männer und 3 junge Frauen im Alter zwischen 20 und 27 Jahren wurden von starkem Schneefall auf dem Watzmann im Berchtesgadener Nationalpark überrascht und mussten gegen 17 Uhr einen Notruf absetzen. Mit 35 Rettern war die Bergwacht im Einsatz, erst gegen 20 Uhr kamen die Kräfte am Grat zwischen Mittel- und Südspitze bei der Gruppe an. Die Rettung wurde vor allem durch den Schneesturm und die beschränkte Sicht erschwert. Die ganze Nacht waren die Männer im Einsatz. Dass die Gruppe sich überhaupt auf den Weg gemacht hatte, verwundert: Schon im Tal hatten Dauerregen und Wind geherrscht.

“Eine Stunde später wären die ersten unter Umständen bereits nicht mehr am Leben gewesen. Eine Frau war so geschwächt, dass sie wenig später keine Chance mehr gehabt hätte” – Alois Resch, Bergwacht Ramsau

Noch am Berg aufgepäppelt, konnten die Studenten im Laufe der Nacht in der Hocheck-Nothütte in Sicherheit gebracht werden. Dort mussten sie mit Decken und Heizstrahlen aufgewärmt werden. Am Morgen konnten alle zur Watzmann-Hütte absteigen, mittlerweile sind sie wieder im Tal und wurden in der Kreisklinik Berchtesgaden untersucht.

„Den Geretteten geht es den Umständen entsprechend gut. Schuldzuweisungen und Verurteilungen sind nicht Sache der Bergwacht; dennoch sollte ein solcher Einsatz eine Mahnung an alle sein, Bergtouren verantwortungsvoll und vorausschauend zu planen“ – Alois Resch, Bergwacht Ramsau

(Quelle: BRK BGL)

Zuletzt aktualisiert:  von
Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

Kommentare

*

Mit * gekennzeichnete Felder müssen ausgefüllt werden.

2 Antworten auf Drama am Watzmann: Bergwacht rettet 5 Studenten vorm Erfrieren

  1. elfie.schaus sagt:

    Bergwacht und Rettungdinsten an dieser Stelle mal ein DANKESCHÖN!!!!!! Sie müssen sich immer wieder in Gefahr begeben weil bei all dder modernen Technik der Verstand des einen oder anderen daheim auf dem Kopfkissen bleibt wenn es um Adventure geht . Die Wetterapp war wohl nebensächlich ???????? Hoffentlich werden die “Helden” finanziell in die Verantwortung genommen !
    Schön dass niemand zu Schaden gekommen ist, aber muß denn jeder “Depp” so hoch hinaus wollen????, nur um eine Geschichte erzählen zu können ?

    Diesen Kommentar bewerten: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  2. Moderegger Marlies sagt:

    Das Wetter war nicht tückisch, sondern genauso vorausgesagt. Kann mich meiner Vorschreiberin nur anschließen.

    Diesen Kommentar bewerten: Daumen hoch 4 Daumen runter 0