Welthunger vs. Wegwerf-Gesellschaft: Beispiele aus Bayern

Die Welthungerhilfe warnt: Die Knappheit von Wasser, Land und Energie bedroht immer mehr die Ernährungssicherheit

Heute ist Welternährungs- und Welthungertag. Wie immer am 16. Oktober soll darauf hingewiesen werden, woher das Leid vieler Menschen rührt, die sich nicht richtig ernähren können. Währenddessen wandern bei uns immer noch Millionen Lebensmittel in die Mülltonne.

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Video ►: Lebensmittel für die Tonne?

Respekt vor Lebensmitteln und ein Gefühl für die Notwendigkeit einer gesunden Ernährung – immer wieder ist das ein Thema. Doch genauso regelmäßig zeigt sich, dass unsere Welt weit davon entfernt ist, ein ausgewogenes Verhältnis zu finden: Laut Welthungerindex 2012 hat rund eine Milliarde Menschen auf der Welt keine gesicherte Nahrungsversorgung – weitere rund zwei Milliarden Menschen leiden unter einem Mangel an extrem wichtigen Spurenelementen (Vitamin A, Zink, Eisen). Für solche Menschen dürfte der Alltag, den wir in Deutschland und auch im Freistaat leben, wie Hohn wirken: Regale mit frischen Lebensmitteln in Supermärkten müssen stets appetitlich gefüllt sein, Obst mit braunen Stellen ist für viele nicht mehr essbar und unzählige Luxuslebensmittel dürfen nicht verkauft werden, wenn sie das Haltbarkeitsdatum knapp überschritten haben.

SAT.1 BAYERN macht sich heute auf die Suche nach den Hintergründen: Wo werden in Bayern am meisten Lebensmittel verschwendet – wo sehen die Bayern Ursachen für den Welthunger? Die Antworten gibt es heute um 17:30 Uhr!

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Die Verbraucher in Bayern werfen jedes Jahr 65 Kilogramm Lebensmittel in den Müll. Insgesamt fallen jedes Jahr in den bayerischen Haushalten rund 816.000 Tonnen Lebensmittelabfälle an. Nur 18 Prozent der Abfälle sind nach Schätzungen von Experten nicht zu vermeiden.

Video ►: Nürnberger Koch zaubert Sterne-Menüs aus “Müll”

Sorglos gehen vor allem die Städter mit Nahrungsmitteln um. In ländlichen Regionen Bayerns werfen die Verbraucher durchschnittlich 64 Kilo pro Kopf und Jahr in den Abfall, in den Städten 69 Kilo. “Die Studie zeigt, dass sich der hohe Stellenwert der Landwirtschaft in Bayern positiv auf die Wertschätzung für Lebensmittel auswirkt”, sagt Landwirtschaftsminister Brunner. In städtischen Regionen müsse deshalb wieder mehr Interesse und Verständnis für den Zusammenhang zwischen der Arbeit der Bauern und der Lebensmittelproduktion geweckt werden. (dpa) 

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Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN

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