Der CSU-Pressesprecher Hans Michael Strepp (rechts im Bild)
Es ging um einen geplanten Beitrag über den Parteitag der Bayern-SPD, dessen Ausstrahlung nach Darstellung des ZDF “verhindert” werden sollte. Das ZDF sendete den Beitrag trotzdem.

Jutta Müller (BJV): “Wenn man verhindern will, dass über die Konkurrenz-Partei berichtet wird, zeugt das von einer gewissen Panik angesichts des Gegenkandidaten Christian Ude.”
Horst Seehofer stellte sich zum Einen hinter seinen Pressesprecher, der darauf besteht, dass die Anschuldigungen falsch sind. Andererseits machte Seehofer auch deutlich, dass es nicht Stil der CSU sei, Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen und ein solches Gebaren in seiner Partei nicht geduldet werde.
Nun teilte die CSU mit, Strepp habe den Ministerpräsidenten gebeten, ihn von seinen Pflichten als Pressesprecher zu entbinden. Dieser Bitte habe Seehofer entsprochen.
Wer steckte hinter dem Anruf von Strepp?
Der eilige Rücktritt des Pressesprechers hat inzwischen eine weitere Diskussion in den Medien hervorgerufen: Wer hat Strepp beauftragt, beim ZDF anzurufen? Laut Mutmaßungen von “Süddeutsche.de” kommt Generalsekretär Dobrindt als möglicher Auftraggeber in Frage. Einen Verlust Dobrindts als Generalsekretär könne sich die Partei jedoch nicht leisten – in einem Jahr wird in Bayern gewählt.


