Das älteste Gewerbe der Welt wurde in Amberg lange geduldet – bis jetzt. Die Stadt hat einen Antrag auf die Errichtung eines Sperrgebietes bei der oberpfälzischen Regierung eingereicht. Auf rund 43.000 Einwohner kommen gut 50 Prostituierte, die sich in Hinterhofzimmern nicht über mangelnde Nachfrage beschweren können. Die käufliche Liebe wird auch in der Altstadt und in der Nähe von Kindergärten und Schulen angeboten.
Wenn es nach der Stadtverwaltung geht ist jetzt endgültig Schluss mit den Puffs, ein Sperrgebiet soll her.

Wolfgang Dandorfer (CSU), Oberbürgermeister Amberg
„Unser Antrag an die Regierung der Oberpfalz zielt darauf ab, dass wir die Altstadt frei von Prostitution bekommen und dass wir in Wohnbereichen mit Schulen und Kindergärten eine ähnliche Regelung bekommen – es geht uns um den Schutz von Kindern und nicht um ein Verbot der Prostitution.“ — Ambergs Oberbürgermeister und Vater von drei Kindern, Wolfgang Dandorfer (CSU)
Puffs ja oder nein – die Entscheidung der Bezirksregierung kann noch bis zu drei Monate dauern. Allzu groß sind die Hoffnungen allerdings nicht, denn in der nächstgelegenen und größeren Stadt Weiden ist Prostitution auch schon nicht erlaubt – und so spielt das Rotlicht-Milieu in Amberg eine relativ große Rolle.


