Baby, Betreuung und Beruf

„Mompreneurs“, Mütter, die sich selbstständig machen, liegen voll im Trend. Nicht nur in den USA nimmt ihre Zahl rasant zu, auch in Deutschland werden es immer mehr. Eine von ihnen ist Natalie Bendit, 34 Jahre, Mutter eines fast 4-jährigen Sohnes und Geschäftsführerin des Münchner Elterncafés „Zuckertag“. Junge Eltern finden dort flexible Kinderbetreuung, Spielzimmer, Kurse, Babybetreuung, Kontaktbörse und vieles mehr.

Baby, Betreuung und Beruf (Foto: SAT.1 BAYERN)

 Bild: SAT.1 BAYERN,

Natalie Bendit arbeitet als Geschäftsführerin eines Frauen-Fitnessclubs als sie schwanger wird. Für sie ist klar, wenn der Nachwuchs da ist, will sie schnell wieder zurück in ihren Beruf. Doch daraus wird nichts. Kurz nach der Geburt ihres Sohnes Nick flattert per Post die Kündigung ins Haus. Natalie empfindet Wut und große Enttäuschung. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und schmiedet neue Pläne. Ihr Ziel: einen Ort kreieren, der die Themen Mama, Kind, Arbeit, Betreuung und Freizeit zusammenbringt. Und so eröffnet sie knapp zwei Jahre später die „kleine Insel der Glückseligkeit für Mamas, Papas und Kinder“, wie Natalie Bendit ihr „Zuckertag“ stolz nennt.

Junge Eltern, wie Simon, Vater des 15 Monate alten Ben, schätzen die Flexibilität des „Zuckertag“ ganz besonders. Man kann die Kinder auch spontan bringen, wenn sich der gut ausgeklügelte Wochenplan mal wieder ganz kurzfristig geändert hat. Eva, die mit dem 16 Monate alten Julius da ist, suchte ursprünglich nach einer Sportmöglichkeit mit Kinderbetreuung und ist so auf Natalie Bendits “Zuckertag“ gestoßen. Momentan arbeiten sie und ihr Mann beide in Teilzeit, um die Betreuung der Kleinen zu gewährleisten. „Das wird ja dann auch mal wieder anders, wenn die Kinder größer sind“, meint Eva und mit ein bisschen Bedauern „der Zug Karriere ist für mich abgefahren, den Wunsch habe ich schon begraben.“ Ursula, Mutter von Marlene, ist gerade in Elternzeit und sieht das ganz anders. Sie nützt das „Zuckertag“ unter anderem, um an ihrem Master zu arbeiten, während sie ihre 10 Monate alte Tochter gleich nebenan in der „Babywelt“ gut betreut weiß. „Wieder in den Beruf einzusteigen erfordert sicherlich viel Zeit und wahnsinnig viel Kraft. Aber ich denke, ich will es auf alle Fälle versuchen“, sagt die Münchnerin zuversichtlich.

Hilfreiche Tipps für Eltern, die Kind und Karriere miteinander vereinbaren wollen, hat Lebensformen-Studiogast Kathrin Wickenhäuser, Vizepräsidentin der IHK für München und Oberbayern, Unternehmerin und selbst junge Mutter.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 29.08.2015 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

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