Lebensgefahr für Rehkitze

Mit Drohnen die Wiesen absuchen

Ausgestattet mit Wärmebildkamera und GPS werden viele Wiesen vor dem Mähen mit Drohnen abgesucht. Man versucht so die Todesrate der Rehkitze zu verringern.

Lebensgefahr für Rehkitze (Foto: SAT.1 BAYERN)

 Bild: SAT.1 BAYERN,

Rehkitze folgen in den ersten Wochen ihres Lebens einem einfachen Instinkt: Überleben. Das schaffen sie, indem sie, sobald das Muttertier weg ist, sich ganz ruhig im hohen Gras auf den Boden kauern. So entkommen sie Fressfeinden. Ihr Weglauf-Instinkt ist noch nicht ausgeprägt, weil sie zu jung und schwach sind, um allein im Wald zu überleben.

Ihr größter Feind in dieser Lebensphase ist der Mähdrescher. Immer wieder passieren dramatische Unfälle, bei denen Rehbabies in die messerscharfen Rasierklingen geraten. Um die Kleinen zu schützen, werden immer häufiger Drohnen eingesetzt. Ausgestattet mit GPS und Wärmebildkamera können die Landwirte, kurz bevor sie mähen, ihre Wiesen absuchen lassen. Drohnenpilot Michael Ziegler erklärt, wie es nach dem Flug weitergeht:

„Anschließend geht man dann durch die Wiese und läuft die einzelnen Punkte an und sieht dann, ob es ein Hase oder ein Reh ist.“

Wichtig ist, dass man das Kitz nicht direkt anfasst, denn sonst kann es passieren, dass die Mutter das Kleine verstößt.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 23.06.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN,

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