Wählercheck: Absolute Mehrheit der CSU im Landtag wackelt

Aktuelle Bayern-Umfrage im Auftrag von SAT.1 BAYERN

Die CSU-Wähler glauben, dass Horst Seehofer am ehesten geeignet ist, die CSU-Interessen in Berlin zu vertreten. Nur eine Minderheit traut das Markus Söder zu.

Wählercheck: Absolute Mehrheit der CSU im Landtag wackelt (Foto: SAT.1 BAYERN)

 Bild: SAT.1 BAYERN,

Auf die Frage: „Es gibt den Vorschlag, die CSU solle zur Stärkung ihrer Position gegenüber der CDU ihren besten Politiker in ein Schlüsselministerium der Bundesregierung entsenden. In diesem Zusammenhang werden immer wieder Horst Seehofer und Markus Söder genannt. Welcher der beiden Politiker ist aus Ihrer Sicht am besten geeignet, die Interessen gegenüber der CDU in Berlin zu vertreten, Horst Seehofer oder Markus Söder?“ antworteten 67% der CSU-Wähler „Horst Seehofer“ und 24% „Markus Söder“. Keinen von beiden wollen 6% der CSU-Wähler und 3% machten keine Angaben.(Bei der Gesamtheit der Befragten in Bayern lautete das Ergebnis 46:28 zugunsten von Seehofer, 22% keiner und 4% k.A.).
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Die CSU-Wähler sind auch mehrheitlich der Ansicht, dass der künftige CSU-Vorsitzende ein Ministeramt in Berlin übernehmen sollte.
Auf die Frage: „Horst Seehofer hat vorgeschlagen, dass der CSU-Vorsitzende nach Berlin gehen und ein wichtiges Ministerium übernehmen soll. Ist es aus Ihrer Sicht erforderlich, dass deshalb der CSU-Vorsitzende – wer auch immer das sein mag – nach Berlin geht und ein Ministeramt übernimmt oder ist das aus Ihrer Sicht nicht erforderlich?“ antworteten 57% der CSU-Wähler, das sei erforderlich (34% nicht unbedingt erforderlich, 9% k.A.). Anders sieht das die Mehrheit der Bayern: Von denen halten es 52% für nicht unbedingt erforderlich (40% erforderlich, 8% k.A.).
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Bei einer Landtagswahl muss die CSU um die Absolute Mehrheit der Sitze zittern: Nach der aktuellen Umfrage würden sich derzeit 45% der Wähler für die CSU entscheiden, 19% für die SPD, 10% für die Grünen und 6% für die Freien Wähler. Die AfD mit 9% und die FDP mit 5% würden ebenfalls in den Landtag einziehen. Sonstige: 6% (davon 2% Linkspartei).
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Sonntagsfrage Landtagswahl: Gewinn/Verlust im Vergleich zur letzten Umfrage

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Sonntagsfrage Landtagswahl: Zeitverlauf

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Die Umfrage wurde vom Hamburger Umfrage-Institut GMS im Auftrag von „SAT.1 Bayern“ durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Telefonbefragung mit 1013 Befragten im Befragungszeitraum 7. bis 12. Oktober 2016.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 13.10.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN,

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2 Kommentare

  1. Fritz Zirngibl schreibt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    für eine bayerische Umfrage ein Hamburger Institut zu beauftragen ist schon mal seltsam. Dann wundert es mich auch nicht, wenn diese dann zwar nach den Rechtspopulisten fragen, aber die BAYERNPARTEI, welche seit Jahren in Bayern massiv zulegt, „vergessen“.

    Mit bayerischen Gruß
    Fritz Zirngibl

  2. Schullehrabua schreibt:

    Sehr geehrter Herr Zirngibl,
    ich stimme ihnen vollumfänglich zu. Dies wird auch seit langer Zeit in den Kommentaren zur Sonntagsfrage moniert.
    Aber SAT 1 (als Auftraggeber der Umfrage) scheint es genauso wenig wie den BR zu interessieren, wenn bei solchen Umfragen von Leserseite stets moniert wird, dass die BP wie auch die ÖDP im Gegensatz zur Linkspartei bei diesen Umfragen wohl willentlich totgeschwiegen werden, obwohl beide Parteien nei der letzten Lantagswahl genausoviele Stimmern errangen wie die „Linke“. Würde bei der Umfrage auch konkrtet nach diesen beiden Parteien gefragt werden, wäre der Anteil der „Sonstigen“ bestimmt höher, bzw. würden FDP, AfD und Freie prozentual deutlich schlechter dastehen. Ich schätze mal 1-1,5 %-Punkte als in der Umfrage. Ich hoffe die BP schafft es 2018 nochmals ihre Stimmenzahl zu verdoppeln, wie schon 2013, da die CSU in Berlin den Föderalismus preisgegeben, und somit den früher ureigensten bayerischen Interessen zusammen mit de Maiziere und Schäuble den Todesstoß versetzt hat.