Landesausstellung zu Karl IV. wird eröffnet

Bayerisch-tschechische Kulturkooperation

Er galt als europäischer Herrscher: Karl IV. war nicht nur König von Böhmen, sondern auch römisch-deutscher Kaiser. Bayerns Ministerpräsident Seehofer und Tschechiens Ministerpräsident Sobotka eröffnen dazu heute in Nürnberg eine gemeinsame Landesausstellung.

Landesausstellung zu Karl IV. wird eröffnet (Foto: SAT.1 BAYERN)

 Bild: SAT.1 BAYERN,

Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der tschechische Ministerpräsident Bohuslav Sobotka eröffnen am Mittwoch die bayerisch-tschechische Landesausstellung zu Kaiser Karl IV. (1316-1378).

Thema der Schau, die bis März im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg zu sehen sein wird, ist das Leben des römisch-deutschen Kaisers und böhmischen Königs sowie seine Wirkung auf die heutige Zeit.

Die Ausstellung mit 180 Exponaten wurde unter anderen von der Nationalgalerie Prag und dem Haus der bayerischen Geschichte konzipiert und war bis September bereits in der tschechischen Hauptstadt zu sehen – hier kamen etwa 93 000 Besucher.

Zu den Höhepunkten der Schau gehört eine Votivtafel, die um 1370 gefertigt wurde und den bärtigen Karl IV. mit goldener Krone zeigt. Empfangen werden die Besucher von einer zwei Tonnen schweren Statue des Herrschers.

Doch die Schau ist kein reines Loblied: Bei den Judenpogromen in Nürnberg im 14. Jahrhundert hat Karl zugesehen – und geholfen, den Besitz der Juden an seine Untergebenen zu verteilen.

1355 wurde Karl in Rom zum Kaiser gekrönt – und verfasste ein Jahr später mit der Goldenen Bulle eine Art Reichsgrundgesetz für die kommenden Jahrhunderte. Die damalige freie Reichsstadt Nürnberg gehörte zu seinen Lieblingsorten.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 19.10.2016 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN,

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