Weißes Pulver löst Alarm aus

Einsätze in mehreren Justizgebäuden

In Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern rieselt weißes Pulver aus Briefen in Gerichtsgebäuden. Die Polizei prüft, ob die Fälle zusammenhängen.

Weißes Pulver löst Alarm aus (Foto: SAT.1 BAYERN)

 Bild: SAT.1 BAYERN,

In Justizgebäuden in mehreren Bundesländern ist wegen eines bisher nicht identifizierten weißen Pulvers Alarm ausgelöst worden. Im Coburger Gerichtsgebäude fanden Mitarbeiter am Mittwoch gegen 9.30 Uhr in der Poststelle in einem Brief das Pulver, das in einem Labor untersucht wird, wie die Polizei Oberfranken mitteilte. Es war aus dem Kuvert gerieselt.

Das war bundesweit der dritte Fall, der zunächst bekannt geworden war. Zuvor hatte es in Thüringen und in Mecklenburg-Vorpommern ähnliche Fälle gegeben.

„Ein möglicher Zusammenhang wird geprüft, wir stehen in engem Kontakt mit den anderen Dienststellen“, sagte ein Polizeisprecher.

In Coburg rückte die Feuerwehr mit speziellen Anzügen an, auch die Polizei kam. Sie räumte das Justizgebäude, während die Feuerwehr den Brief sicherte. Die Angestellten, die mit dem Brief in Kontakt gekommen waren, wurden vorsorglich untersucht. Sie blieben nach Angaben der Polizei augenscheinlich unverletzt.

Im Amtsgericht Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern gab es einen ähnlichen Einsatz. Die Poststelle, in der ein Brief ohne Absender am Vormittag geöffnet worden war, sei evakuiert worden, sagte ein Polizeisprecher. Beide Mitarbeiter der Poststelle seien aber nach ersten Erkenntnissen unversehrt.

Auch im Justizzentrum Gera in Thüringen war ein Brief mit einem weißen Pulver darin aufgefallen. Dort wurde ebenfalls das Gerichtsgebäude gesperrt. Der Brief von Gera wurde bereits zur Untersuchung in ein Labor nach Bad Langensalza gebracht. Ein Ergebnis wurde frühestens am Nachmittag erwartet.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 11.01.2017 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Bild-Quellen: SAT.1 BAYERN,

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