Explosion in Rettungswache

Zwei Männer am Tegernsee schwer verletzt

Ausgerechnet bei der Feuerwehr brennt es lichterloh: Auf der Rettungswache in Bad Wiessee am Tegernsee hat es eine Explosion gegeben. Zwei Männer liegen schwer verletzt in Kliniken. Waren Schweißarbeiten der Auslöser für die Detonation mit Millionenschaden?

Explosion in Rettungswache (Foto: Malte Christians / dpa)

Ein Feuerwehrmann nach dem Einsatz. Foto: Malte Christians/ArchivBild: Malte Christians / dpa,

Gegen 13.50 Uhr kam es zu einer Explosion oder Verpuffung mit anschließendem Brand im Garagenbereich des gemeinsam durch Rettungsdienst, Wasserwacht und Feuerwehr genutzten Gebäudes. Zwei Männer aus dem Landkreis, im Alter von 42 und 34 Jahren, erlitten dadurch schwere Brandverletzungen, wurden im nebenliegenden Gebäude der Polizeiinspektion Bad Wiessee erstversorgt und später in Krankenhäuser eingeliefert.

Zur Brandbekämpfung war ein Großaufgebot an Feuerwehrkräften aus dem gesamten Landkreis und darüber hinaus vor Ort im Einsatz. Auf Grund der sehr starken Rauchentwicklung – die dunkle Rauchsäule war kilometerweit wahrnehmbar – wurden Anwohner gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Bei den Löscharbeiten erlitten neun Einsatzkräfte der Feuerwehr leichte Rauchgasvergiftungen und mussten anschließend behandelt werden.

Mittlerweile (16.45 Uhr) ist das Feuer weitestgehend gelöscht, Feuerwehrkräfte versuchen letzte Glutnester ausfindig zu machen und Gefahrstellen zu beseitigen.

Im Anschluss muss das Gebäude – betroffen ist insbesondere der Garagen- oder Hallenbereich des Rettungsdienstes / Wasserwacht – von einem Statiker überprüft werden. Erst nach dessen Freigabe wird es für die Beamten der Kripo Miesbach möglich sein, vor Ort mit den Ermittlungen zur Klärung der Ursache zu beginnen.

Derzeit ist es noch nicht möglich, Aussagen zu treffen, wie es zu der Explosion oder Verpuffung mit anschließendem Brand im Hallenbereich Rettungsdienst / Wasserwacht kommen konnte.

Nach ersten vorsichtigen Schätzungen ist von einer Sachschadenshöhe im siebenstelligen Bereich auszugehen. Diese Einschätzung ergibt sich aus dem Gebäudeschaden, einschließlich dem Wert der verschiedenen eingestellten Fahrzeuge und Gerätschaften.

Dieser Beitrag ist in der Sendung vom 13.02.2017 erschienen. Das zugehörige Video ist am Tag der Sendung ab ca. 19:00 verfügbar.

Zuletzt aktualisiert am . | Bild-Quellen: Malte Christians / dpa,

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